Home Industrie 5 Mythen über den 3D-Druck von Häusern aufgeklärt

5 Mythen über den 3D-Druck von Häusern aufgeklärt

Der 3D-Druck mit Beton und die additive Fertigung von Häuser erleben gerade einen Boom. Nicht nur viele Unternehmen beschäftigen sich mit diesem Feld, sondern auch immer mehr Medienberichte tauchen zu dem Thema auf. Oft sind die Berichte jedoch über den 3D-Druck von Häusern irreführend.

Es ist vergleichbar mit den Anfängen des 3D-Drucks im Heimbereich. Auch damals wurden falsche Erwartungen in den 3D-Druck erweckt. Das sorgte dafür, dass manche Menschen von der tatsächlichen Entwicklung anfangs enttäuscht waren. Das Gleiche geschieht teilweise auch bei den Berichten über 3D-gedruckte Häuser.

Belinda Carr, eine YouTuberin und 3D-Druck-Spezialistin, hat ein Video veröffentlicht, in dem sie mit den üblichen Lügen über 3D-gedruckte Häuser aufräumt.

Mythos 1: 3D-gedruckte Häuser kosten weniger als 4.000 US-Dollar

Laut Carr gab es etliche Medienberichte darüber, dass die Massenfertigung von 3D-gedruckten Häusern die Preise auf unter 4.000 US-Dollar senken könnten. Diese Darstellung ist irreführend. 3D-gedruckte Häuser können günstiger sein, aber es kommt immer auf die äußeren Umstände an. So werden beim 3D-Druck andere Spezialisten benötigt, es fallen hohe Stromkosten sowie Anschaffungskosten für den Drucker an. Dafür kann durch Automatisierung und weniger Einsatz von Arbeitskräfte die Kosten wieder sinken.

Wie sich der 3D-Druck von Häuser preislich entwickelt, wird sich erst in den nächsten Jahren herauskristallisieren.

Mythos 2: 3D-gedruckte Häuser können in 24 Stunden gebaut werden

Beim 3D-Druck von Häusern werden primär die Wände des Hauses erstellt. Das ist innerhalb von 24 Stunden möglich, aber damit hat man noch kein komplettes Haus errichtet. Jedes Haus hat Fenster, elektrische Installationen, Innenausbau usw. Diese Arbeiten sind bei den 24 Stunden nicht inkludiert.

Außerdem muss der 3D-Drucker auch erst an den Standort geliefert und kalibriert werden.

Mythos 3: 3D-gedruckte Häuser macht Arbeit von Menschen obsolet

Obwohl beim Druck des Hauses selbst weniger manuelle Arbeit anfällt, bleiben alle anderen Bereiche davon unberührt. Die Bauindustrie hat viele Fachkräfte in den verschiedensten Nischen, die ihren Job durch 3D-gedruckte Häuser nicht verlieren.

Mythos 4: 3D-gedruckte Häuser können Wohnungsnot und Obdachlosigkeit beenden

Es gibt zwar einige Projekte, die 3D-gedruckte Häuser für Obdachlose bauen oder Firmen, die damit die Wohnungsnot in manchen Ländern lindern wollen, aber das wäre auch mit anderen Konstruktionen möglich.

In Ländern des globalen Südens kommen auch noch andere Schwierigkeiten hinzu. So muss beim 3D-Druck von Häuser eine regelmäßige Stromversorgung vorhanden sein. Bei manch entlegenen Gegend ist das schwierig zu realisieren. Ebenso der Transport des Beton-3D-Druckers kann problematisch sein.

Mythos 5: 3D-gedruckte Häuser sind nachhaltig

Der 3D-Druck von Häuser reduziert zwar die Abfälle während dem Druck, aber Beton und Zement sind selbst schon keine umweltfreundlichen Materialien. Die Zementindustrie bläst viermal so viel CO2 in die Luft wie der gesamte globale Flugverkehr.

Aus diesem Grund sind alternative Baustoffe meistens nachhaltiger. In Zukunft können auch 3D-Druck-Materialien umweltfreundlicher werden.

Debunking LIES about 3D printed concrete houses

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.