Home Industrie Weltwirtschaftsforum beschäftigt sich mit Digitalsteuer für 3D-Druck

Weltwirtschaftsforum beschäftigt sich mit Digitalsteuer für 3D-Druck

Am 20. Januar 2020 treffen sich Davos im Weltwirtschaftsforum international führende Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten, um über aktuelle globale Fragen zu diskutieren. In diesem Jahr wird auch 3D-Druck eine Rolle spielen. So veröffentlichte das Forum einen Beitrag über die Auswirkung von möglichen digitalen Grenzsteuern auf den 3D-Druck.

Die weltweiten Einnahmen aus dem 3D-Druck sind in den letzten 30 Jahren jährlich um fast 30% gewachsen, machten jedoch 2018 weniger als 0,1% der weltweiten Fertigungserlöse aus. Bisher haben höhere Stückkosten und längere Produktionszeiten als bei herkömmlicher Massenfertigung zu einer geringen weltweiten Akzeptanz der additiven Fertigung geführt.

In den letzten Jahren hat sich der industrielle 3D-Druck weiterentwickelt und die Produktionszeit sowie Stückkosten werden jährlich gesenkt. Das Weltwirtschaftsforum hebt hervor, dass bisher für (grenzüberschreitende) 3D-Druck-Dateien keine Zollgebühren anfallen und stellt die Frage, ob eine Einhebung einer solchen Steuer die Einführung des 3D-Drucks verlangsamen könnte.

WTO Moratorium hilft den 3D-Druck

Durch die Digitalisierung der Produktion sind alte wirtschaftliche Regulierungen oft schwierig anzuwenden. Während früher recht ersichtlicht war wo Produkte gefertigt wurden, ist das beim 3D-Druck nicht so genau zu definieren. 3D-Druck-Dateien können ohne Probleme digital versendet werden. Durch die automatisierte Fertigung durch Maschinen können dadurch klassische Zollgebühren umgegangen werden.

Die Welthandelsorganisation (WTO) hat aus solchen Gründen ein Moratorium zur Zollfreiheit auf elektronische Transaktionen für 2 Jahre erlassen. Hierbei spielt es keine Rolle ob es sich bei den elektronischen Transaktionen um Waren oder Dienstleistungen handelt. Seither wird dieses Moratorium immer wieder verlängert. Erst im Dezember 2019 verlängerten die WTO-Mitglieder den Zeitraum erneut bis Juni 2020. Dann findet erneut ein hochrangiges Handelstreffen statt.

Jedoch ist es so, dass immer mehr digitale Güter und Dienstleistungen wie E-Books, Streaming-Videos und Online-Bildung grenzüberschreitend gehandelt werden und dadurch tradtionelle Güter benachteiligt werden. Aus diesem Grund gibt machen sich einige Länder dafür stark das Moratorium aufzuheben, andere wollen hingegen die Begrenzung aufheben.

Was würden digitale Steuern für den 3D-Druck bedeuten?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Whitpaper, das Weltwirtschaftsforum veröffentlicht wurde. Das Papier mit dem Namen „3D Printing: A Guide for Decision-Makers“ wurde zusammen mit der Mitsubishi Chemical Holdings Corporation erarbeitet und kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

Das Weltwirtschaftsforum kommt zum Schluss, dass eine Digitalsteuer für 3D-Druck-Dateien das Wachstum in dem Bereich bremsen könnten. Eine komplette Aufhebung hingegen, könnte den 3D-Druck beflügeln.

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