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3D Hubs Quartalsbericht Q4 2018: Die Dinge ändern sich

3D Hubs hat heute seinen jüngsten vierteljährlichen Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Das Amsterdamer 3D-Drucknetzwerk produziert diese Quartalsberichte seit geraumer Zeit. Für eine Zeitlang waren sie die einzige öffentlich verfügbare Information in Bezug auf die Verwendung von 3D-Druckern, insbesondere Desktop-Geräten. Man kann die Relevanz ihrer Statistiken diskutieren, da sie auf den Einträgen in ihrer Datenbank basieren.

Das Unternehmen begann mit dem Betrieb eines Community-Netzwerks von Desktop-3D-Druckern, in dem ungenutzte Maschinenzeit für Druckanforderer weltweit vergeben werden konnte. Es war ähnlich wie ein AirBNB für Desktop-3D-Drucker.

Aufgrund der häufigen Anzahl von Ersatzzyklen auf Desktop-Geräten, wurde die Website eine sehr beliebte Nebenaktivität für viele, um ein wenig Geld zu sammeln, um die Kosten für ihre Geräte auszugleichen.

Ihr Netzwerk spiegelte damit den Stand der Dinge in der Welt des Desktop-3D-Drucks wider. Wir konnten sehen, welche Maschinen populär waren, welche Maschinen am häufigsten verwendet wurden und welche Maschinen die Teile mit der besten Benutzerqualität lieferten.

In jüngster Zeit haben 3D Hubs jedoch eine strategische Entscheidung getroffen, den Desktop-/Hobby-Community-Teil ihres Geschäfts zugunsten eines parallelen professionellen Netzwerks aus 3D-Druckern und anderer Fertigungsausrüstung auslaufen zu lassen, was die Teilnehmer des Community-Netzwerks enttäuscht hat. Wie wir bereits in einem früheren Beitrag erläutert haben, war dieser Schritt jedoch unvermeidlich, da es in einem Community-Netzwerk einfach nicht genug Cashflow gibt, um rentabel zu sein. 3D Hubs sollten dies sehr genau wissen, da es zu diesem Zeitpunkt das mit Abstand größte 3D-Drucknetzwerk der Welt ist.

Jetzt ist 3D Hubs eher ein professioneller „Club“ von Fertigungsmaschinen (einschließlich 3D-Druck und CNC-Bearbeitung), mit viel weniger, aber größeren und leistungsstärkeren Teilnehmern. Von diesem Netzwerk können Anforderer sehr hochwertige Drucke von einer Vielzahl von industriellen und professionellen 3D-Druckern erhalten.

Aber 3D Hubs hat immer noch ihren traditionellen Quartalsbericht veröffentlicht.

Hat es immer noch dieselbe Bedeutung wie zuvor? Ich bin mir nicht sicher, ob das der Fall ist, angesichts der bedeutenden Veränderungen, die ihr Netzwerk durchgemacht hat. Man kann nicht mehr auf den Stand des Desktop-3D-Drucks zurückblicken, da sich ihr Netzwerk heute stark unterscheidet.

Desktop 3D-Drucker

Der Desktop-Gerätebericht dieser Periode zeigt, dass der Open-Source-LulzBot TAZ 5 ganz oben auf der Qualitätsstufe steht, direkt neben dem Zortrax M200, einer sehr beliebten Maschine. Überraschenderweise befindet sich der preiswerte Creality CR-10 in der dritten Position, ein ungewöhnlicher Befund für eine Maschine, die als „billig“ gilt. Dies beweist einfach, dass billige asiatische Ausrüstung nicht unbedingt so schlecht ist, wie manche vielleicht denken.

Foto: 3DHubs

Der Rest der Liste wird von Prusa und Ultimaker dominiert, von denen beide Maschinen von bemerkenswerter Qualität produzieren und es ist keine Überraschung, ihre Ausrüstung aufgelistet zu sehen.

Der Formlabs Form 2 belegte die Spitzenposition als meistverwendeter Desktop-3D-Drucker mit mehr als 14.000 gedruckten Teilen. Interessanterweise ist die Form 2 die einzige SLA-Maschine in den Top 10, die die Dominanz dieser Maschine auf dem Markt zeigt.

Prusa Research dominiert das Ranking mit drei Maschinen in dieser Liste (in #2, #3 und #7), die zusammen mehr als 33.000 Teile gedruckt. Ultimaker hat auch drei Maschinen in den Top 10 (und zwei weitere Maschinen in den Top 25). Dies zeigt einmal mehr die Beliebtheit und Zuverlässigkeit der von diesen beiden Herstellern produzierten Maschinen.

Foto: 3DHubs

 

Industrielle 3D-Drucker

Auf dem Industriemaschinen-Bericht ist das UnionTech Lite 600 die am höchsten bewertete Maschine, verbunden mit dem Shining 3D iSLA-650 Pro, zwei günstigeren (für Industrieausrüstungen) asiatischen Maschinen. Eine weitere Überraschung auf dieser Liste ist die Sinterit Lisa, ein kostengünstiger Konkurrent etablierter SLS-Anbieter, die erneut zeigt, dass niedrige Kosten nicht unbedingt niedrige Qualität bedeuten.

Foto: 3DHubs

Der HP Jet Fusion 3D 4200 nimmt erneut Platz 1 als meistgenutzter industrieller 3D-Drucker ein und produziert fast 6.500 Drucke. Der EOS P 396 ist ein alter Favorit und kletterte mit beachtlichen 4.714 Abzügen bequem auf Platz 2 des Podiums. In #3 finden wir die Formiga P 110, die mit 2,526 Drucken rund 300 Teile mehr produziert als in Q3.

Überraschenderweise tauchten drei Material Jetting-Systeme (einschließlich PolyJet) in den Top 10 auf und produzierten insgesamt 2.492 Teile, was fast dreimal mehr Drucken ist als in früheren Berichten. Dies zeigt einen deutlichen Anstieg der Nachfrage nach Teilen mit hoher Genauigkeit und hoher Detailgenauigkeit. Die Verbesserungen bei 3D-Druckmaterialien machen diese Technologie auch für professionelle Anwender und Ingenieure immer attraktiver, die diese Teile nun nicht nur für visuelle Prototypen, sondern auch für Funktionstests nutzen können.

Foto: 3DHubs

Der vierteljährliche Bericht basiert derzeit auf 6.000 aktiven internationalen Hubs, die jedes Quartal über 200.000 Teile produzieren.

Der komplette Bericht für das Q4/2018 findet sich hier zum Download.

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