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Österreichischer 3D-Drucker-Hersteller Xioneer insolvent

Der österreichische 3D-DruckerHersteller Xioneer Systems ist insolvent. Laut Creditreform hat das Wiener Startup ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt.

Das Unternehmen hatte zwei 3D-Drucker im Angebot, die auf die 3D-Druck-Technologie FDM gesetzt haben. So gab es die Maschinen Xioneer Industrial und den Xioneer Desktop. Während sich das erstere Modell an industrielle Kunden richtete, war die zweite Maschine auch für Anwendungen im Büro gedacht.

Wie auch andere Hersteller, setzte Xioneer beim Material auf Materialkassetten. So ist der Wechsel des Materials einfacher und die Anwendung einfacher. Das Unternehmen hat für die Desktop-Version ein PLA sowie ein PETG und ein Supportmaterial angeboten. Für die Industrie-Version gab es insgesamt acht Materialien und zwei Supportmaterialien.

Der Nachteil an Materialkassetten ist zumeist, dass man an das Material des Drucker-Hersteller gebunden ist. Manche Firmen bieten eine offene Plattform an, welche das Material-Portfolio erweitert.

11 Mitarbeiter von der Xioneer Insolvenz betroffen

Im letzten Quartal 2018 konnte das Startup noch mehrere Industrie-Systeme an Kunden in den Aeropspace, Automotive und Maschinenbau verkaufen, jedoch hat es schlussendlich nicht für einen positiven Abschluss ausgereicht. 2018 betrug der Bilanzverlust 1,358 Millionen Euro und das Betriebsergebnis war ein Minus von 962.000 Euro. 2019 zeichnete sich keine Besserung der Lage ab. Bis Juni belief sich der Bilanzverlust auf rund 648.200 Euro. Die Kapitalrücklagen betrugen 1,442 Millionen Euro. Die Gesamtverbindlichkeiten haben eine Höhe von rund 770.000 Euro.

Wie es mit der Firma weiter geht, ist noch nicht gesichert. Insgesamt sind von der Insolvenz elf Mitarbeiter betroffen. Im Juni hat es geheißen, dass das Unternehmen weiter 3D-Drucker entwickeln und verkaufen will. Hierfür soll das Startup an einen Investor vekrauft werden, der eine Finanzierung sicherstellen kann. Ebenfalls sollen fünf Mitarbeiter abgebaut werden und mit dem Erlös des 3D-Drucker-Verkaufs das Sanierungsverfahren realisiert werden. Den Gläubigern wird eine Quote von 30% angeboten, das stellt einen Kostenpunkt von etwa 205.000 Euro dar.

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