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Forscherteam 3D-druckt Mini-Leber

Wissenschaftler der Universität von São Paulo am Humangenom- und Stammzellforschungszentrums (HUG-CELL) haben erfolgreich eine Mini-Leber mit Hilfe von Bioprinting hergestellt. Die 3D-gedruckte Leber ist in der Lage lebenswichtige Proteine ​​zu produzieren, Vitamine zu speichern und Gallensekret abzusondern.

Das Forschungsprojekt bei HUG-CELL stützt sich auf eine Kombination von biotechnologischen Verfahren wie Zellumprogrammierung und pluripotente Stammzellkultivierung mit 3D-Biodruck. Die Kombination hat es dem Team ermöglicht, Gewebe mit mehreren (Leber-)Funktionen herzustellen. Nach Ansicht der Forscher hat ihre Arbeit zu viel längeren Funktionszeiten der Organoide geführt als frühere Studien. Die Arbeit ist ein vielversprechender Schritt in Richtung einer potentiell implantierbaren 3D-gedruckten Leber.

Ein interessantes Aspekt bei diesem Forschungsporjekt ist, dass die Brasilianer einen Weg gefunden haben Zellhaufen – auch bekannt als Sphäroide – zu bioprinten, anstatt individualisierte Zellen zu drucken. Dieser Ansatz ermöglichte es Berichten zufolge, dass das bedruckte Gewebe über einen längeren Zeitraum funktionsfähig bleibt.

Die Leber wurde innerhalb von 90 Tagen produziert. Im ersten Schritt wurden hierbei Blutzellen zu induzierten pluripotenten Stammzellen (iPSCs) umgewandelt. Ist dieser entscheidende Schritt abgeschlossen, kann die Differenzierung beginnen, bei der die Sphäroide der iPSCs zu Leberzellen werden. Die Zellklumpen können dann mit einer Bioink gemischt werden, um mit der INKREDIBLE-Maschine von CELLINK gedruckt zu werden.

Details zu dem Verfahren können in dem Fachartikel “3D bioprinting of liver spheroids derived from human induced pluripotent stem cells sustain liver function and viability in vitro” nachgelesen werden.

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