Selbst gebauter 3D-Drucker druckt Medizin-Equipment in Gaza

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Im Gazastreifen haben politische Konflikte, Kriege und Wirtschaftsprobleme es schwierig gemacht Medizin-Equipment zu vernünftigen Preisen zu kaufen. Das „Glia Free Medical Hardware“ Projekt leistet jetzt aktiv Hilfe – mit 3D-Druckern.

Über das Projekt Glia hatten wir bereits berichtet. Die Besonderheit des Glia Projektes: alle Bauteile können mit herkömmlichen FDM 3D-Druckern hergestellt werden. Die notwendigen Dateien und Anleitungen kann jeder kostenlos im Internet downloaden. Mit einem selbst gebauten 3D-Drucker konnte so bereits einiges an Ausrüstung hergestellt werden.

Der nächste Schritt

Mohammed Abu Mattar (Mitglied des Glia Projekt) hat sich entschieden Bauteile für Luftionisierer und Ozongeneratoren mit dem 3D-Drucker herzustellen. Diese, normal sehr teuren, Bauteile werden benötigt um chirurgisches Werkzeug zu sterilisieren.

Als großes Hindernis für das Vorhaben hat sich das Einfuhrverbot von 3D-Druckern im Gazastreifen herausgestellt. Dieses Verbot wurde erlassen, da die Angst vor 3D-gedruckten Waffen so groß war. Um das Verbot zu Umgehen, wurde der 3D-Drucker selbst gebaut und das Filament wird aus Kunststoffpelets hergestellt.

Das Projekt zielt rein auf humanitäre Hilfe ab, die im Gazastreifen nur mehr mit Hilfe von 3D-gedruckten Geräten gewährleistet werden könnte. Sollte es weitere Erfolge geben, könnte Projekt Glia aber auch in anderen Kriegs oder Katastrophengebieten eingesetzt werden.