Maker in Tunis

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Auf der Makers Republic 2nd edition am 10. Februar 2018, organisiert vom FabLab ENIT im Centre Culturel et Sportif de La Jeunesse d’El Menzah, konnte Dr.-Ing. Tobias Redlich vom Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) die Projekte und Forschungsresultate der Innovationsgruppe der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) mit seiner Arbeitsgruppe Wertschöpfungssystematik vorstellen und anschließend interessante Fragen der Studenten der Ecole Nationale d’Ingénieurs de Tunis (ENIT) beantworten.

In seinem Talk „Value Creation, Open Production and Open Innovation in the FabLab Community“ präsentierte Dr.-Ing. Redlich die wesentlichen Säulen von OpenLabs, die Forschungsergebnisse des Projektes Twinning for Innovation und den Abschluss des Projektes Make a Difference. Die Studierenden der ENIT waren sehr interessiert und diskutierten mit Dr.-Ing. Redlich Vor- und Nachteile von Open Source Hardware, Business Modelle und die Zusammenarbeit zwischen FabLabs. Beispielsweise zeigte sich Fares Manai, ein Mitglied der G2FOSS ENIT, einem Open Source Software Club an der ENIT, „sehr beeindruckt von der Idee, den Open Source Gedanken von Software auf Hardware zu übertragen“.

Die Makers Republic wird von den Studierenden des FabLab ENIT unter der Leitung von Dr. Helmi Ben Rejeb organisiert. Die erste Makers Republic fand im April 2017 statt und war von wissenschaftlichen Diskussionen geprägt. Die nun zweite Durchführung der Makers Republic im Februar 2018 sollte speziell auch für ein breiteres Publikum geöffnet werden. Für Kinder gab es viele Spiele, Bastelaktionen und Wettbewerbe, wie z.B. mit im FabLab hergestellten ‚Heißen Drähten‘. „Auch Menschen, die bislang noch nichts von den Möglichkeiten der modernen Technologien wissen und bislang nicht mit ihnen in Berührung gekommen sind, sollen über unsere Veranstaltung erreicht werden.“, berichtete Chiraz Ben Salah, Studentin der ENIT, 2nd grade Computer Science.

Auch Kais Alila, ein 19-jähriger Student der Vorbereitungsjahre zum Ingenieursstudium an der ENIT, war begeistert von der Veranstaltung und der Möglichkeit, einer breiteren Öffentlichkeit seine im heimischen Wohnzimmer selbst erstellten Maschinen vorzustellen. Mit seinem 3D-Drucker hat er zum Beispiel das Hotel du Lac, eine Sehenswürdigkeit aus dem Herzen von Tunis gedruckt. Die Mitglieder von OpenFab Tunis, einer Vereinigung mit dem Ziel der Stärkung von DIY, OSHW und FabLabs, waren mit einer Plastikrecycling-Anlage vor Ort. Die Maker-Szene in Tunis entwickelt sich gut. Mohamed Chedli Ben Yaghlame von OpenFab Tunis berichtete über ein neues FabLab, das sie im Januar 2019 in Tunis eröffnen.

Am 11. Februar 2018 organisierte die AG Wertschöpfungssystematik vom Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) der Helmut-Schmidt-Universität (HSU) in Zusammenarbeit mit Dr. Helmi Ben Rejeb der Ecole Nationale d’Ingénieurs de Tunis (ENIT) mit der Innovationsgruppe der Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) einen 3D-Druck-Workshop am FabLab ENIT. Drei Teams mit Studierenden aus diversen ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen sollten jeweils einen Prusa 3D-Drucker aufbauen. Es entwickelte sich ein fairer Wettbewerb unter den Teams. Am Ende des Tages konnte das erste Team den zusammengebauten 3D-Drucker präsentieren.

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OpenLab HH
Das OpenLab Hamburg ist eine offene High-Tech-Werkstatt, die der breiten Öffentlichkeit den Zugang zu modernen, digitalen Fabrikationstechnologien ermöglicht, um eigene Ideen zu verwirklichen. Das Lab gehört der Bewegung der FabLabs (fabrication laboratories) an – ein globales Netzwerk aus offenen Werkstätten und ist Mitglied der internationalen Fab Lab Association. Kompakte Einführungskurse bieten einen schnellen und intuitiven Einstieg in die Nutzung der Maschinen. Die Handhabung bedarf keiner speziellen Fachausbildung und schon nach 1-2 Stunden Einweisung können erste Ideen realisiert werden. Zusätzlich bieten Workshops, Vorträge und wöchentliche Treffen Gelegenheit, sich auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam Neues zu schaffen. Das OpenLab Hamburg wird vom Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT) an der Helmut-Schmidt-Universität organisiert und betrieben. Das OpenLab Hamburg richtet sich an alle Studenten, Schüler und Privatpersonen, sowie an Firmen und andere Institutionen, die handwerklich, gestalterisch und technisch interessiert sind. Das Lab kann sowohl für die Entwicklung von Prototypen für StartUps, als auch für Forschungs- und Studienarbeiten oder zum Basteln und Tüfteln in der Freizeit genutzt werden.Adresse: OpenLab Hamburg Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Laboratorium Fertigungstechnik Holstenhofweg 85 22043 Hamburg