Projekt DRAMA: effizientere AM-Prozessketten zur Stärkung der britischen Luftfahrtindustrie

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Um die Luftfahrtindustrie sowie vor allem deren Bezug auf 3D-Druck zu stärken, setzt das britische Aerospace Technology Institute (ATI) nun auf MTC’s einzigartige Lernfabrik für additive Fertigung sowie ein dreijähriges Forschungsprojekt namens DRAMA.

Die additive Fertigung steht nach Angaben des ATI vor drei wesentlichen Herausforderungen. Hierzu zählen das Sicherstellen von Prozessen, welche genau und wiederholbar sind, die Ermöglichung eines Systemlevel-Designs speziell für additive Manufacturing sowie auch die Optimierung des Weges für die Zertifizierung von AM-Komponenten.

Um sich diesen Herausforderungen zu stellen, startete das Manufacturing Technology Center (MTC) ein dreiteiliges Forschungsprojekt namens Digital Reconfigurable Additive Manufacturing for Aerospace (DRAMA). Dieses soll Großbritanniens Lieferkette in Kombination mit MTC’s einzigartiger Lernfabrik für additive Fertigung verbessern.

Das Manufacturing Technology Center wurde im Jahr 2010 von der University of Birmingham, der Loughborough University, der University of Nottingham und TWI ins Leben gerufen und zeichnet sich als unabhängige Forschungs- und Technologieorganisation (RTO), die integrierte Fertigungssystemlösungen für verschiedene Branchen anbietet, aus.

Innerhalb des DRAMA-Projekts soll eine digital-vernetzte Umgebung für additive Fertigungsprozessketten der Luft- und Raumfahrtindustrie geschaffen werden. Hierdurch wird gehofft die Risiken, Kosten sowie auch Markteinführungszeiten für Unternehmen, welche AM-Technologien zur Konstruktion, Herstellung und Vermarktung leistungsfähigerer Teile implementieren, zu minimieren. Überdies werden Prüfstandsanlagen in MTC’s National Centre for Additive Manufacturing (NCAM) eingerichtet.

DRAMA Tiered Suppliers

Für dieses Projekt arbeitet das ATI mit diversen Partnern zusammen. Zu diesen zählen ATS Applied Tech Systems, Autodesk, Granta Design, Midlands Aerospace Alliance, National Physical Laboratory, Renishaw und die Universität von Birmingham.

Um die Luft- & Raumfahrtindustrie weiter auszubauen, kündigte die Britische Regierung im November letzten Jahres Fördermittel in Höhe von 53 Millionen Pfund an. Diese Förderung bezieht sich vorwiegend auf steigende Exporte, hochwertige Arbeitsplätze sowie auch den Wachstum dieser Industrie. Über einen Teil dieser Förderung in Höhe von 14,3 Millionen Pfund darf sich auch das DRAMA-Projekt freuen.

Das Hauptziel dieses dreijährigen Forschungsprojektes ist es, AM-Technologien weiter in die Prozesskette zu integrieren und Risiken hierbei zu minimieren, um langfristig kommerzielle sowie effiziente additive Fertigungs-Prozessketten schaffen zu können.

„Die Welt der Fertigung revolutioniert sich, wir sehen einen bedeutenden Wandel im Luft- und Raumfahrtsektor durch die Einführung und Entwicklung neuartiger Technologien und verbesserter Prozesse. AM wird bis zu einem gewissen Grad die Herstellungsprozesse neu erfinden und Unternehmen in die Lage versetzen, Ideen in einer virtuellen Umgebung zu riskieren und zu validieren,“ erklärt Marc Summers, Leiter Technologie – Strukturen, Materialien und Fertigung bei ATI.