Home Industrie Sciaky’s EBAM-Methode qualifiziert sich für Raum- & Luftfahrt

Sciaky’s EBAM-Methode qualifiziert sich für Raum- & Luftfahrt

Der führende Anbieter von Lösungen für die additive Metall-Fertigung, Sciaky, bestand nun erfolgreich die Qualifizierungsrunde für deren Electron Beam Additive Manufacturing (EBAM)-Verfahren zur Herstellung von Metall-Komponenten für die Raum- & Luftfahrt.

Diese erfolgreiche Qualifizierung ist Teil des von Lockheed Martin Space ins Leben gerufenen Entwicklungsprogramm, in welchem große Titan-Hochdrucktanks für Satelliten 3D-gedruckt werden, und verzeichnet einen bedeutenden Erfolg in der additiven Fertigung von Weltraumkomponenten.

Bereits vor einigen Wochen berichteten wir schon über Lockheed Martins erfolgreichen 3D-Druck der 46-Zoll-Titan-Tankkuppeln. Auch diese wurden schon auf einer EBAM 110-Maschine des US-amerikanischen Unternehmens Sciaky gedruckt. Lockheed Martin war daraufhin sehr begeistert von Sciaky’s Methode und beschloss, diese zu einer Standardproduktoption für LM 2100-Satelliten zu berufen.

Um den Belastungen von Starts, Landungen und generell den jahrzehntelangen Missionen im Vakuum des Weltraums standzuhalten, müssen Satelliten-Treibstofftanks sowohl sehr stark und robust, zugleich jedoch auch leichtgewichtig sein. Da Fehler in der Produktion solcher Tanks fatale Auswirkungen haben könnten, arbeitet Lockheed Martin nun seit einiger Zeit an der Sicherstellung der Qualität in der Herstellung.

Erste Tests in Bezug auf mit EBAM hergestellte Komponenten lieferten bereits große Erfolge. Während die Produktionszeit der Kraftstofftankkuppel um 87 Prozent reduziert werden konnte, wurde ebenso die Lieferzeit von zwei Jahren auf nur drei Monate verkürzt. Der Einsatz von Sciaky’s EBAM-3D-Druckverfahren spart überdies knapp 80% an teurem Titanmaterial im Vergleich zu ähnlichen Verfahren.

„Die EBAM-Technologie von Sciaky ist heute das weltweit einzige großflächige Metall-3D-Druckverfahren mit qualifizierten Anwendungen für Land, See, Luft und Raumfahrt“, sagte Scott Phillips, President und CEO von Sciaky. „Wir freuen uns, mit den Innovatoren von Lockheed Martin Space zusammenzuarbeiten und werden die Grenzen der additiven Fertigung weiter verschieben.“

Neben dem Einsatz zur Herstellung von Titan-Satellitentanks gilt EBAM mit Bruttoabscheidungsraten von 7 bis 25 lbs. (3,18 bis 11,34 kg) pro Stunde als der schnellste existierende Abscheidungsprozess in der additiven Metall-Fertigung. Auch lassen sich mit dieser nun qualifizierten Methode Komponenten mit einer Länge von nur 203 mm bis hin zu 19,79 Metern herstellen.

Es bleibt abzuwarten, ob und wie viele Innovationen durch diese neue EBAM-Qualifizierung hervorgebracht werden.

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Michelle absolvierte im März 2018 erfolgreich die Lehrabschlussprüfung für den Beruf Medienfachfrau im Bereich Marktkommunikation und Werbung. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben und war bereits zwei Jahre lang als Praktikantin bei einem Wiener Online-Magazin tätig. In ihrer Freizeit beschäftigt sich die gebürtige Wienerin gerne mit grafischer Gestaltung und Umweltschutz.