Home Anwendungen Umstrittene 3D-gedruckte „Sarco“-Selbstmordkapsel in der Schweiz legalisiert

Umstrittene 3D-gedruckte „Sarco“-Selbstmordkapsel in der Schweiz legalisiert

Schweiz ist eines von wenigen Ländern, in denen Sterbehilfe legal möglich ist. Alleine im Jahr 2020 starben 1300 Menschen durch Sterbehilfe. Die Menschen werden hierbei von den beiden Sterbehilfe-Organisationen Exit und Dignitas betreut.

Im Normalfall bekommen die Patienten ein starkes Narkosemittel, welches die Personen innerhalb von wenigen Minuten zum Einschlafen und anschließend in ein tiefes Koma bringt. So wollen die Organisationen einen friedlichen Tod für schwerkranke Menschen ermöglichen.

Exit International, ein in Australien registriertes Unternehmen, bietet eine neue Möglichkeit für die Sterbehilfe, welche ohne rezeptpflichtige Substanzen auskommt. Philip Nitschke, der Gründer des Unternehmens, hat die Kapsel „Sarco“ entworfen, die einen Mechanismus für die Sterbehilfe eingebaut hat. Die Person kann sich in die Kapsel legen und kann von innen den Mechanismus starten. Hierbei wird der Innenraum mit Stickstoff geflutet und der Sauerstoffgehalt reduziert.

Laut dem Macher verliert die Person in wenigen Sekunden das Bewusstsein und der Tod tritt durch Hypoxie und Hypokapnie ein. Dabei gibt es laut Nitschke bei der Person keine Erstickungsgefühle oder Panik. Hergestellt wird die Kapsel im 3D-Druck-Verfahren. Derzeit gibt es zwei Prototyp, ein drittes Modell wird derzeit gerade gedruckt.

Nitschke erklärte in einem Interview, dass er sich in der Schweiz bei der Sterbehilfe beraten hat lassen und die Überprüfung nun abgeschlossen ist. „Wenn alles gut geht, sollte die dritte Maschine 2022 in der Schweiz einsatzbereit sein.“

SARCO X - New Suicide Machine from Philip Nitschke

 

Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit Freunden und Familie darüber. Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar – unter 0800/111 0 111 und 0800/111 0 222. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.