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Airbus will mit Metall 3D-Druckern eine Weltraumfabrik für Satelliten aufbauen

Das europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus wird im nächsten Jahr einen metallverarbeitenden 3D-Drucker zur Internationalen Raumstation schicken, um dort eine Satellitenfabrik zu errichten.

Der Drucker mit der Bezeichnung Metal3D kann mit Metallen arbeiten, die bei Temperaturen von bis zu 1.200 Grad Celsius schmelzen. Er wird der erste Metall-3D-Drucker auf der Raumstation sein, so Airbus in einer Erklärung, und wird es den Astronauten ermöglichen, Teile wie Strahlenschutzschilde und verschiedene Werkzeuge zu drucken.

Das amerikanische Unternehmen Made In Space, mittlerweile eine Tochtergesellschaft von Redwire, hat bereits mehrere 3D-Drucker auf die Raumstation geschickt, aber keiner von ihnen kann Metall drucken.

Künftige Versionen des 3D-Druckers, so das Unternehmen weiter, werden in der Lage sein, Objekte aus Mondboden herzustellen und auch Teile aus alten Satelliten zu recyceln.

Der Metal3D-Drucker ist nur eine Komponente in einer Reihe von Technologien, die Airbus mit dem Ziel entwickelt hat, eine Weltraumfabrik zu errichten. In einer Reihe von Videos stellte Airbus einen Robotermanipulator vor, der für die Montage von Raumfahrzeugen konzipiert ist.

„Die Lösung von Airbus besteht darin, Bausatzteile zu starten, die dann im Weltraum von den Roboterarmen unserer Weltraumfabrik zusammengebaut werden“, so das Unternehmen in seiner Erklärung.

Die Roboterarme werden in der Lage sein, sich gegenseitig in der Umlaufbahn zu bauen, so Airbus, könnten aber auch zur Reparatur und Betankung von Raumfahrzeugen eingesetzt werden. Das Unternehmen erklärte, dass es in den „nächsten drei bis vier Jahren“ in der Lage sein möchte, ganze Satelliten im Weltraum herzustellen.

„Da es im Weltraum genügend Platz gibt, wird es möglich sein, größere Strukturen wie z. B. riesige Reflektoren zu bauen, die es Telekommunikationssatelliten ermöglichen, den gesamten Planeten abzudecken“, so Airbus in der Erklärung.

Darüber hinaus sei die Herstellung von Satelliten im Weltraum auch umweltfreundlicher, da weniger umweltschädliche Raketenstarts erforderlich seien, so das Unternehmen.

„Das Material für die Produktion kann aus dem umherfliegenden Weltraumschrott gewonnen werden“, so Airbus. „Mit der Weltraumfabrik trägt Airbus also auch dazu bei, den Weltraum zu säubern und eine nachhaltige Zukunft für die Industrie zu sichern.“

Was den Metal3D-Drucker betrifft, so ist die Raumstation nur sein erstes Ziel. Bis zum Ende dieses Jahrzehnts, so Airbus, könnte ein ähnliches Gerät Teile von Mondrovern und Habitaten direkt auf der Oberfläche des Mondes ausdrucken.

Mehr über Airbus finden Sie hier.

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