Home Anwendungen Messestand aus dem 3D-Drucker – Benelux-Projekt AMbigram bricht Rekorde

Messestand aus dem 3D-Drucker – Benelux-Projekt AMbigram bricht Rekorde

Mehr als 30 flämische und niederländische Unternehmen und Forschungseinrichtungen haben sich zusammengetan, um eine beeindruckende 24 m² große Kuppelstruktur zu bauen: ein aussagekräftiger Beweis für das Potenzial des 3D-Drucks sowie für die Stärke des lokalen Ökosystems. Das Ambigramm – so der Titel der Kuppel – besteht zu einem großen Teil aus 130 3D-gedruckten Teilen. Dadurch kann die Installation sowohl als Demonstrator der Technologie als auch als wiederverwertbarer Ausstellungsstand dienen. Sobald die gedruckten Teile zur Verfügung standen, wurde die aus mehr als 400 Einzelteilen bestehende Struktur in weniger als einem Tag zusammengesetzt. Damit ist das AMbigram eine Weltneuheit.

Flam3D, der flämisch-niederländische Verband für 3D-Druck, wird den Demonstrator auf der Formnext 2022 in Deutschland, der weltweit größten Messe für 3D-Druck, vorstellen. Das AMbigram ist der erste 3D-gedruckte Messestand, der auf der internationalen Fachmesse glänzen wird. Damit wird die Region nicht nur auf dem größten Gemeinschaftsstand vertreten sein, sondern auch mit dem größten Demonstrator, der jemals von der größten Anzahl von Teilnehmern gebaut wurde.

Das Demonstrator-Konzept rund um Additive Manufacturing (AM) in Form einer futuristischen Kuppelkonstruktion dient als Vehikel, um mehr als 130 3D-gedruckte Teile, sowohl aus Polymer als auch aus Metall, von S bis XXL und in 15 verschiedenen 3D-Drucktechnologien zu demonstrieren. Mit diesem Demonstrator wollen die Initiatoren vor allem potenziellen Nutzern den 3D-Druck näher bringen.

Inspirierendes Angebot

Flam3D ist die Dachorganisation der Industrie in Flandern und den Niederlanden. Er hat das Projekt initiiert und geleitet, wobei er ein klares Ziel vor Augen hatte:

„Der 3D-Druck gilt bereits als vollwertige Fertigungstechnologie, aber für viele Unternehmen ist es nach wie vor eine Herausforderung, die Technologie dort einzusetzen, wo sie nützlich und relevant ist. Wir haben nach einer Möglichkeit gesucht, diesen Einsatz sichtbar und greifbar zu machen“, erklärt Kris Binon, Direktor der Organisation. „Sie haben hier eine Reihe von Technologien, die Ihnen die Möglichkeit geben, Ihre Produkte schneller, billiger und/oder besser zu machen. Davon können unsere Unternehmen wirklich profitieren.“

„Das AMbigram veranschaulicht einige der Vorteile, die Additive Manufacturing bietet, um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen“, erklärt Kris Binon von Flam3D weiter. „Zunächst einmal bietet die Technologie eine unglaubliche Formfreiheit, ohne dabei an Festigkeit einzubüßen. Daraus ergibt sich eine zusätzliche Designflexibilität, die die Konstruktion auch ideal für die Wiederverwendung auf Messen und Veranstaltungen macht. In dieser Hinsicht ist die Kuppel ein nachhaltiges Projekt. Nichts davon landet nach einer Messe in der Mülltonne.“

Tatsächlich hatte Flam3D schon seit einiger Zeit darüber nachgedacht, wie es nachhaltiger arbeiten könnte. Die Organisation nimmt im Durchschnitt an 6-7 Messen pro Jahr teil, und ein einzelner Stand ist fast nie recycelbar. In dieser Hinsicht ist das AMbigram gleichzeitig eine Gelegenheit, über das Potenzial des 3D-Drucks in Bezug auf Nachhaltigkeit zu sprechen.

Das AMbigram – das größte realisierte AM-Netzwerk

Das AMbigram besteht aus mehr als 130 3D-gedruckten Teilen, die von Verbindungsstücken und Stützpfeilern bis hin zu ganzen Tischplatten reichen. Mehr als 30 verschiedene Unternehmen und Forschungsinstitute haben zum Entwurf und/oder Druck dieses beeindruckenden Puzzles beigetragen. „Eine Zusammenarbeit zwischen 30 Akteuren des 3D-Drucks ist an sich schon eine einzigartige Leistung“, erklärt Fran Dendooven, Kommunikationsmanager von Flam3D. „Aber darüber hinaus können wir auch auf das Endergebnis sehr stolz sein. Einen Messestand von 4 mal 6 Metern, der mit Additive Manufacturing hergestellt wurde, hat es bisher noch nicht gegeben.“

Das AMbigram ist eine beeindruckende Leistung der folgenden flämischen und niederländischen Unternehmen und Forschungsinstitute, die im Bereich der additiven Fertigung tätig sind: 3D&I, 3iD, 3D Maastricht, AMPC Solutions, AMR Europe, Bekking 3D, BUDA:: lab, Buhlmann, Bulcke Technical Printing, Centexbel, Deceuninck, Design8, ESMA, FabLab Leuven, Formando, Guaranteed, Howest, Inzert 3D, KU Leuven, Materialise, MX3D, Odisee, OMD3D, Parts on Demand, Poly Products, QDP, Seido Systems, Thomas More Hogeschool, Valcun, Universität Gent, VDAB und Hogeschool Windesheim. Kunststofshop.nl ist Sponsor der Röhren. Der Entwurf wurde von Jeremy Bertrand und Melvin Lauwers im Rahmen ihrer Bachelorarbeit an der Thomas More Hogeschool realisiert.

Die Premiere

Das AMbigram wird vom 15. bis 18. November auf der Formnext-Messe in Frankfurt am Main ausgestellt. Danach wird die Kreation mehrere Jahre lang auf Messen und Veranstaltungen im In- und Ausland unterwegs sein. Eine begleitende interaktive VR-Visualisierung und persönliche Erläuterungen werden die Technologie des Additive Manufacturing und ihre Einsatzmöglichkeiten weiter verdeutlichen. Darüber hinaus wird das AMbigram zwischen den Messen an informativen Orten für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mit dem Projekt will Flam3D auch weiterhin die breite Öffentlichkeit „informieren und inspirieren“, den 3D-Druck sinnvoll einzusetzen.

Mehr über Flam3D finden Sie hier.

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