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U-Bootkomponenten aus dem 3D-Drucker künftig in Serie

thyssenkrupp Marine Systems will vermehrt U-Bootbauteile im 3D-Drucker fertigen lassen. Dies hat laut Hersteller entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlich produzierten Komponenten. Laut Pressemeldung leigen auch schon entsprechende Qualitäts- und Sicherheitszulassungen bereits vor.

Mit der Übernahme des thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing (NRW/Mülheim an derRuhr) kommt nun die benötigte Technik und Expertise an die Kieler Förde. Es ist geplant, die Übernahme bis Juni 2020 abzuschließen.

Dr. Luis Alejandro Orellano, COO von thyssenkrupp Marine Systems: „Der 3D-Druckeröffnet uns ganz neue Potentiale. In der Konstruktion müssen wir nicht mehr überall dieGrenzen herkömmlicher Fertigungsverfahren berücksichtigen. So ermöglichen wir unseren Kunden Freiräume in der Gestaltung der Boote. Gleichzeitig können wir Komponenten schneller und kostengünstiger herstellen. Das wir die dafür notwendigen Expertise und Maschinen nun zu uns nach Kiel holen, ist die Voraussetzung, dass wir künftig kleinere Chargen schnell und unkompliziert in Serie drucken können.“

Mit den Druckern können komplexere Strukturen hergestellt werden, die gleichzeitig stabiler, belastbarer und leichter sind als durch übliche Produktionsverfahren hergestellte Komponenten, bei denen häufig viele kleine Elemente gefertigt und dann zusammengesetzt werden müssen. Bei einem im 3D-Drucker hergestellten Hydraulikblock für ein U-Bootkonnte beispielsweise 83 Prozent des Gewichts eingespart werden – von 14 auf 2,1 Kilogramm.

Im Sommer 2019 hatte das thyssenkrupp TechCenter Additive Manufacturing von derrenommierten Klassifikationsgesellschaft DNV GL als weltweit erster Produzent von 3D-Druck-Bauteilen für den maritimen Bereich eine Herstellerzulassung erhalten. Das Zertifikatgarantiert die Materialkennwerte des fertigen Bauteils nach festgelegten Standards durchunabhängige Prüfstellen. thyssenkrupp Marine Systems plant, zukünftig vor allem Teile im 3D-Drucker herzustellen, die in geringen Chargen für ein U-Boot benötigt werden. Das Unternehmen fokussiert sich dabei nicht nur auf Teile für Neubauten, sondern ebenso auf die Ersatzteilproduktion.

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