HP will 3D-Metalldrucker noch dieses Jahr präsentieren

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Bereits im Herbst vergangenen Jahres hat HP erstmals seine Pläne zum Verkauf von 3D-Drucker für Metall verkündet. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen Drucker mit dementsprechender Technologie noch dieses Jahr enthüllen möchte.

HP bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur IANS, dass man noch im Verlauf diesen Jahres offiziell die sich in Entwicklung befindende Technologie zum 3D-Druck von Metallen sowie entsprechende Vermarktungsstrategien präsentieren wird.

Ramon Pastor, Vice President und General Manager für Multi Jet Fusion bei HP verkündete:

„Wir werden noch im Verlauf diesen Jahres eine Ankündigung zu Metall-3D-Druck machen und zeigen, welche Technologie wir dabei verwenden. Derzeit gibt es einige Technologien am Markt und wir werden bekannt geben, auf welche wir uns spezialisiert haben um diese weiter zu entwickeln und dahingehend zu investieren.“

Damit bestätigt Pastor die Ankündigung von HP CEO Dion Weisler im Oktober 2017.

Derzeit arbeiten HP-Forscher und -Techniker abgeschattet von der Öffentlichkeit an der Entwicklung von Geräten für den metallbasierten 3D-Druck. Diese Systeme werden komplett neue Möglichkeiten für das Unternehmen in Märkten wie der Raum- und Luftfahrt, der Automobilindustrie oder auch der Medizin eröffnen, um nur einige zu nennen.

Multi Jet Fusion 3D-Drucker

Mit seinen Multi Jet Fusion 3D-Druckern für Kunststoffe ist HP im Mai 2016 erstmals in den Markt der Additiven Fertigung eingetreten und bietet aktuell neben den industriellen Systemen Jet Fusion 3200, 4200 und 4210 auch die Jet Fusion 300 und 500 Serie für Produktentwicklung und Forschung an.

HP Jet Fusion 300 500 3D Printer 3d drucker - HP will 3D-Metalldrucker noch dieses Jahr präsentieren
Neue HP Jet Fusion 300/500 3D-Druck-Lösungen für funktionelle Prototypen und Kleinserien

Im Gegensatz zu den größeren und teureren Systemen sind letztere für die Fertigung funktioneller Prototypen und Kleinserien geeignet und ermöglichen auch 3D-Farbdruck mit Kontrolle auf Voxel-Ebene. Alle Geräte arbeiten mit der Multi Jet Fusion Technologie, bei der ein Kunststoffpulver mit Hilfe von Bindemittel und Infrarot-Energiequellen zu fertigen Objekten verarbeitet wird.

Partnerschaften und Übernahmen

Aktuell arbeitet HP mit einigen Schlüsselunternehmen in der Additiven Fertigung zusammen, darunter Dassault Systemes, Siemens und weiteren Unternehmen für die Entwicklung neuer Materialien. Damit baut der Hersteller sich ein Ökosystem in der Branche auf.

„Wir planen die Zusammenarbeit mit weiteren Stakeholdern um sicher zu gehen, dass Kunden rechtzeitig eine fertige End-to-End Lösung zur Verfügung steht,“ fügt Pastor hinzu.

Was Übernahmen betrifft möchte sich HP seine Optionen offen halten, hat aber aktuell keine Pläne hinsichtlich dessen.

„Bis jetzt handelt es sich eher um eine organische Entwicklung unsererseits, aber wir halten unsere Optionen offen. Im Moment bauen wir unsere Technologie intern,“ sagt Pastor.

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