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Impossible Objects präsentiert Model One 3D-Drucker für Großserienfertigung von Verbundwerkstoffen

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Das Unternehmen Impossible Objects aus dem US-Bundesstaat Illinois präsentiert derzeit auf der Rapid + TCT Messe den Model One 3D-Drucker für die Großserienfertigung. Zu den Beta-Testern zählen der Auftragsfertiger Jabil und ausgewählte Fortune 500 Kunden.

Mit dem Model One System lassen sich funktionelle Teile aus einer breiten Palette an Materialien drucken. Der 3D-Drucker arbeitet mit der Composite-Based Additive Manufacturing Method (CBAM) von Impossible Objects, mit der eine ganze Reihe an Verbundwerkstoffen wie Carbonfaser, Kevlar und Glasfaser zusammen mit PEEK und anderen technischen Kunststoffen zu leichten, hochbelastbaren Teilen verarbeitet werden können.

„Wir konnten großes Interesse von eine Reihe an Unternehmen feststellen, welche die Vorteilen von 3D-Druck für die Massenproduktion sowie für Materialien die man nirgendwo anders erhält nutzen möchten“, erklärt Robert Swartz, Chairman und Gründer von Impossible Objects. „Bislang gab es keine Möglichkeit funktionelle Teile mit mechanischen Eigenschaften und Materialeigenschaften in dem Ausmaß zu drucken, wie es diese Unternehmen benötigen. Model One ist erst der Anfang wozu CBAM in der Lage ist. Unsere CBAM Technologie hat das Potential die Fertigung wie wir sie kennen zu revolutionieren.“

Laut dem Herstellen soll Model One in der Lage sein Teile herzustellen, die über die 10-fache Festigkeit im Vergleich zu anderen 3D-Druckern verfügen. Möglich machen dies Materialien wie PEEK und Carbonfaser, dessen individuelle Kombination für gewünschte Eigenschaften wie beispielsweise Resistenz gegen Hitze und Chemikalien sowie Steifheit oder Flexibilität beiträgt. Das schnellere Druckverfahren ermöglicht es die Produktion bis zu 100-fach zu beschleunigen im Vergleich zu anderen Verfahren, gibt Impossible Objects an.

Wie funktioniert CBAM?

Ausgangsmaterial für das CBAM-Verfahren sind Faserblätter, die einzeln nacheinander in den Drucker eingeführt werden. Ein Druckkopf trägt gezielt Flüssigkeit auf das Blatt auf bevor es mit Pulver bedeckt wird. Nach Abtragen des trockenen Pulvers bleibt nur das Pulver auf der zuvor bedruckten Fläche zurück. Dieser Prozess wiederholt sich für alle einzelnen Schichten des CAD-Modells. Danach werden die Blätter übereinander gestapelt und bis zum Schmelzpunkt erhitzt. Zuletzt werden die nicht verschmolzenen Bereiche entfernt und zurück bleibt das fertige Objekt.

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Folgendes Video zeigt den CBAM-Prozess:

Impossible Objects CBAM Composite Based Additive Manufacturing

„Basierend auf der Kombination von Geschwindigkeit, Stärke und Materialoptionen, glauben wir, dass die CBAM Technologie von Impossible Objects für die Großserienfertigung geeignet ist,“ sagt Greg Ojeda, Senior Director von AM Ecosystems Development & Strategy bei Jabil. „Wir haben Anwendungsbereiche identifiziert, bei den Impossible Objects einen wettbewerbsfähigen Vorteil mit deutlichen Kosteneinsparungen im Vergleich zu konventionellen Fertigungsverfahren herausholen kann. Wir freuen uns bei dem  Pilot-Programm teilnehmen zu können und mit dem Team von Impossible Objects zusammenzuarbeiten.“

Der Model One 3D-Drucker wird Anfang 2018 offiziell verfügbar sein. Derzeit können sich interessierte Unternehmen für das laufende Pilotprogramm anmelden.

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