27% der deutschen Industrieunternehmen nutzen 3D-Druck

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Bitkom Research hat im Auftrag des Software-Anbieters Autodesk eine repräsentative Umfrage unter Unternehmen des produzierenden Gewerbes durchgeführt. Die Studio ergab, dass etwa jedes vierte Unternehmen 3D-Druck-Verfahren verwendet.

Insgesamt befragte im Juli und August 2017 Bitkom Research 505 Unternehmen des produzierenden Gewerbes, die mindestens 20 Mitarbeiter haben. Eine der Fragestellungen beschäftigte sich mit dem Einsatz von digitalen Technologien bzw. Anwendungen, die in den Firmen eingesetzt werden.

27% der befragten Firmen gaben an, dass 3D-Druck im Unternehmen eingesetzt wird. Weitere 14% der Industrieunternehmen planen den Einsatz von 3D-Druck. Die Aufschlüsselung der Betriebe nach Mitarbeiter zeigt, dass Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigte zu 45% auf 3D-Druck setzen.

Lediglich Cloud Computing (75%), „Industrie 4.0-Anwendungen“ (39%) und Big Data Analytics (30%) wurden häufiger genannt als 3D-Druck. Robotik (18%), Open Innovation Plattformen (18%), Internet of Things (11%) und Künstliche Intelligenz (5%) wird von der deutschen Industrie derzeit noch seltener eingesetzt.

Von den Industrieunternehmen, die additive Fertigung nutzen, gaben 28% an, dass sie regelmäßig Prototypen mit 3D-Drucker herstellen, 55% sagten, dass 3D-Druck im Rahmen des Produktentwicklungsprozesses manchmal eingesetzt wird.

Die gesamte Umfrage kann direkt bei Bitkom Research kostenlos als PDF heruntergeladen werden.

70% der Industrieunternehmen glauben tiefgreifende Veränderungen durch 3D-Druck

Eine weitere repräsentative Befragung von Bitkom zeigte ähnliche Zahlen. Es nahmen hierbei insgesamt 553 Fertigungsunternehmen ab 100 Mitarbeitern teil. 28% der befragten Industrieunternehmen gaben an, dass bereits solche Geräte im Einsatz sind. Das sind um 8 Prozentpunkte mehr als noch im Jahr 2016, damals waren es gerade einmal 20 Prozent.

Mittel- bis langfristig könnte laut Bitkom der 3D-Druck in bestimmten Bereichen die derzeit gängigen Produktionsverfahren, Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten maßgeblich beeinflussen. So sagen 70 Prozent der Unternehmen, dass die additive Fertigung die Industrie tiefgreifend verändern wird.

49% der befragten Umternehmen gehen davon aus, dass die disruptiven Veränderungen bereits in den kommenden zehn Jahren eintreten. 48% gehen davon aus, dass es länger als eine Dekade dauern wird. Nur 10% halten 3D-Druck für nicht disruptiv.

Die Befragung hat auch ergeben, dass derzeit 34% der Industrieunternehmen 3D-Druck Herstellung von Mustern beziehungsweise Gießformen oder Werkzeugen nutzen, 32% für Ersatzteile, 23% setzen 3D-Druck für die Erstellung von visuellen Modellen ein und 12% produzieren funktionale Modelle zum Test. Für die Produktion von Montagevorrichtungen oder Sonderanfertigungen wird die additive Fertigung jeweils zu 8% genutzt.

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Weitere Informationen zu der Studie findet man auf der Webseite von Bitkom.

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