Home Forschung & Bildung 3D-Druck-Paper Übersicht: Medikamente, Spurensicherung mehr

3D-Druck-Paper Übersicht: Medikamente, Spurensicherung mehr

Wöchentlich erscheinen etliche wissenschaftliche Papers über die additive Fertigung. Jeden Tag stellen wir solche wissenschaftliche Ergebnisse bei 3Druck.com in eigenen Artikel vor. Am Ende der Woche wollen wir nun auch Studien vorstellen, die es ansonsten nicht in unsere Berichterstattung geschafft hätten.

Hybride Arzneimittelabgabesysteme aus der Kombination von FFF-3D-Druck und konventioneller Herstellung

In den letzten Jahren hat die Forschung gezeigt, dass der 3D-Druck ein großes Potenzial für die Herstellung von Medikamente hat. Jetzt hat eine Gruppe von Forschern der Aristoteles-Universität Thessaloniki in Griechenland und der Universität Kopenhagen in Dänemark eine Arbeit mit dem Titel “Manufacturing of hybrid drug delivery systems by using the fused filament fabrication (FFF) technology” veröffentlicht, in der dargelegt wird, wie durch die Kombination der FFF-Technologie mit herkömmlichen Herstellungsformen hybride Arzneimittelabgabesysteme geschaffen werden können. Das Paper untersucht die Vielfalt der Techniken, die bereits zur Realisierung des hybriden Arzneimitteldrucks eingesetzt werden, sowie zukünftige Möglichkeiten mit dem Ziel, die Materialien und Anwendungen für FFF in der pharmazeutischen Produktion zu erweitern.

Die Studie kann in kompletter Länge hier gelesen werden.

Britische Forscher verwenden FFF-3D-Druck zur Verbesserung der Spurensicherung von Schädelfragmenten

Forscher der in Großbritannien ansässigen Universität Teeside haben 3D-Druck- und Scantechniken eingesetzt, um einen Schlüsselaspekt der forensischen Untersuchung voranzubringen: Physikalische Anpassungsanalyse (PFA). Durch die Verwendung und den Vergleich zweier verschiedener 3D-Bildgebungsverfahren konnte das Forschungsteam menschliche Knochenfragmente für den Einsatz im PFA-Prozess nachbilden. Dadurch konnte nicht nur verhindert werden, dass bei einer Tatortuntersuchung unnötige Schäden an echten Beweisen entstehen, sondern es kann auch die forensischen Anwendungen des 3D-Drucks erweitern.

Die Studie mit dem Titel “Engineering of brain-like tissue constructs via 3D Cell-printing technology” kann in kompletter Länge hier gelesen werden.

Koreanische Forscher 3D-drucken hocheffiziente Gammastrahlungsdetektoren

Ein Forscherteam der Hanyang Universität in Seoul hat 3D gedruckte Kunststoff-Szintillatoren entwickelt, die in der Lage sind, Gammastrahlung auf hocheffiziente Weise nachzuweisen. Die DLP-gedruckten Teile wurden gegen einen kommerziell erhältlichen Szintillator, BC408, getestet, und das Team stellte fest, dass ihre Herstellung eine ähnliche Abklingzeit und intrinsische Detektionseffizienz aufweist. Die Forscher möchten nun die Forschung weiterentwickeln und eine neue Harzrezeptur formulieren, die Teile mit hoher Dichte und einer noch höheren Detektionseffizienz in Gegenwart von Gammastrahlung erzeugt.

Die Studie mit dem Titel “Performance of 3D printed plastic scintillators for gamma-ray detection” kann in kompletter Länge hier gelesen werden.

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