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TU München plant bakteriellen 3D-Drucker

Ein studentsches Team der TU Münschen plant den Entwurf eines bakteriellen 3D-Druckers. Da in der jüngeren Vergangenheit vermehrt mit organischen Druckern experimentiert wurde, haben sich die Studenten weitere Gedanken über diesen zukunftsträchtigen Bereich gemacht. 

Beim sogenannten “Tissue Engineering” wird versucht künstliche Gewebe-Teile und Organe im Labor zu züchten. Im optimalen Fall soll es zukünftig möglich sein aus körpereigenen Material funktionsfähige Körperteile für Transplantationen zu züchten.Um Zellen zu einem Gewebe wachsen zu lassen wird eine Art 3-Dimensionales Gerüst als Trägermaterial benötigt. Die Konstruktion eines solchen Grundgerüsts gestaltet sich dabei äußerst schwierig.

Dafür gibt es bereits einen 3D-Druck Ansatz der es ermöglicht Zellen Schicht für Schicht nach einen Modell aufzubauen. Als Druckmaterial wird dafür eine spezielle Bio-Tinte verwendet.

Einen Überblick wie zukünftig Organe gedruckt werden können zeigt folgender Videobericht:

Auch Biotechnologie.tv berichtet über das Drucken von Blutgefäßen auf der Biotechnica 2011:

Geht es nach dem Team der TU München, könnte eine weitere Möglichkeit ein solches Gerüst zu bauen, zukünftig auch mithilfe von Bakterien gelingen. Dafür planen sie bestimmte Bakterien in einen speziellen, lichtdurchlässigen Gel zu binden und mit zielgerichteten Lichtimpulsen zu beschiessen. Durch Optogenetik sondern die belichteten Bakterien Proteine ab die für ein Gerüst verwendet werden könnten. Ein Lichtstrahl könnte so ein 3-Dimensionales Gerüst in das Gel zeichnen.

Das komplizierte Verfahren ist auf der Webseite des Forschungsteam näher beschrieben.

 

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