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Rein-Kupfer in der Additiven Fertigung: „Geht nicht“ gibt’s nicht (mehr)

Infinite Flex verblüfft die AM-Branche mit dem weltweit ersten Rein-Kupferpulver, das sich in der additiven Fertigung mit Standard-SLM-Anlagen problemlos verarbeiten läßt.

Reines Kupfer ist in nahezu allen Industriezweigen ein sehr begehrtes Metall. Grund dafür sind die hohen elektrischen und thermischen Leitfähigkeiten von reinem Kupfer. Bedauerlicherweise kann Rein-Kupfer in der additiven Fertigung nicht eingesetzt werden, weil das Einkoppeln der IR-Laserstrahlung bei reinem Kupfer so gut wie gar nicht funktioniert. Dafür werden vor allem die starke Reflexion der Laserstrahlung und die hohe Wärmeleitfähigkeit von Reinkupfer verantwortlich gemacht.

Bislang hat man sich mit Kupferlegierungen wir z.B. CuCrZr oder CuNiSiCr beholfen. Mehr schlecht als recht. Denn leider haben diese Kupferlegierungen den Nachteil, daß sie deutlich niedrigere Leitfähigkeits-Eigenschaften haben als Rein-Kupfer. So erreicht CuCrZr eine elektrische Leitfähigkeit von bestenfalls 70% des Rein-Kupferwerts und bei CuNiSiCr liegt die Leitfähigkeit mit 24 MS/m sogar nur bei etwa 40% des Werts von reinem Kupfer.

AM-gefertigte Werkstücke mit den guten elektrischen und thermischen Leitfähigkeitswerten von Rein-Kupfer gibt es (bislang) nicht.

Das ist seit ganz kurzen anders.

Das junge Unternehmen Infinite Flex aus Neu-Isenburg hat mit INFINITE POWDER Cu 01 ein Rein-Kupferpulver entwickelt, das problemlos auf Standard-SLM-Anlagen verarbeitet werden kann. INFINITE POWDER Cu 01 wurde auf den SLM-Anlagen von EOS (EOS M290) und Trumpf (TruPrint 1000) erfolgreich getestet und ist jetzt kommerziell für 85€/kg verfügbar.
Die hervorragenden Materialeigenschaften von mit INFINITE POWDER Cu 01 additiv gefertigten Werkstücken und Prüfkörpern sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Mit diesen sehr guten Eigenschaften ist es nun möglich, die Vorteile der Additiven Fertigung auch für hochleitfähige Kupferbauteile zu nutzen.

High-End Anwendungen für Wärmetauscher, Induktionsspulen und für Bauteile in der Elektronikindustrie können jetzt Realität werden.

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