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Journal of International Economics veröffentlicht erste Studie über die Auswirkungen des 3D-Drucks auf Handel

Die kürzlich im Journal of International Economics veröffentlichte Studie „Is 3D printing a threat to global trade? The trade effects you don’t hear about“ thematisiert erstmals die Auswirkungen der Additiven Fertigung auf eine Reihe von Sektoren.

Die Studie wurde von Caroline Freund, einer Wirtschaftswissenschaftlerin und Dekanin der University of California, San Diego (UCSD) School of Global Policy and Strategy, zusammen mit Alen Mulabdic und Michele Ruta, zwei Wirtschaftswissenschaftlern der Weltbank, verfasst. Zuvor war Freund globale Direktorin für Handel, Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit bei der Weltbank.

Das größte Augenmerk wird hierbei auf Hörgeräte geworfen. Nach Schätzungen werden derzeit 99 % aller Hörgeräte mittels AM hergestellt, wobei dieser Anteil sich schon seit einiger Zeit hält.

Aus diesem Grund wählte Freund und ihr Team auch diesen Sektor für die Studie. Das Ergebnis war, neben einem generellen Anstieg von Produktexporten aus AM-Produktion anderer Sektoren, dass die Ausfuhren von Hörgeräten in den Produktionsländern auch um ca. 80 % gestiegen sind.

Zusammenfassend schrieben Freund, Mulabdic und Ruta: „Diese [positiven und signifikanten Auswirkungen auf den Handel] sind bei komplexeren und leichteren Waren stärker. Die Ergebnisse widersprechen der weit verbreiteten Meinung, dass der 3D-Druck die Lieferketten verkürzen und den Handel einschränken wird. Politische Entscheidungsträger sehen den 3D-Druck oft als Mittel zur Verkürzung von Lieferketten, obwohl er in Wirklichkeit eher den Handel fördert und die Lieferketten umgestaltet.“

Der letzte Punkt dieser Aussage wird in der 3D-Druck-Community wohl eher für Kontroverse sorgen, denn wie Freund schon sagte, sehen viele Leute AM nur zur Reduktion der Lieferketten. Da ihre Studie dieser Ansicht widerspricht, könnten weitere Debatten und Studien folgen.

Auch wenn noch nicht abzusehen ist, was die Studie noch auslöst, ist doch eine Sache jetzt schon zu vermerken: Selbst globale Größen wie die Weltbank haben AM mittlerweile schon auf dem Schirm, und scheinen dieser auch eher wohlgesonnen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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