Home Lifestyle & Kunst 3D-Druck mit Sand: Installationen in Saudi-Arabien

3D-Druck mit Sand: Installationen in Saudi-Arabien

Die Architekturbüros Precht und Mamou-Mani Architects haben in Saudi-Arabien zwei Installationen mit Hilfe von 3D-Druck präsentiert. Die Installation Sandwaves verwendet ein 3D-Druck-Verfahren mit Sand und zeigt Gitterstrukturen, die in einer bandförmigen Formation gewebt sind. Das zweite Set mit dem Namen Pixel Gate sind gestapelte Würfel, die mit einem Standard-3D-Druckverfahren auf Extrusionsbasis gedruckt wurden.

Beide Installationen befinden sich in Diriyah und sind für die Verwendung als Stadtmöbel vorgesehen. Die Design-Highligths wurden für eine Reihe internationaler Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen, die im Al Bujairi Heritage Park in Riad stattfinden, enwtorfen. Precht und Mamou-Mani haben diese Installationen gemeinsam mit Designlab Experience, einem Spezialisten für städtische Kunstinstallationen, erarbeitet. Ein weiterer Partner beim Bau der Installationen war das britische Ingenieurbüro Format.

Während Precht ein Designstudio mit Sitz in Österreich ist das von den Designern Fei und Chris Precht geleitet wird und 2019 gegründet wurde, hat Mamou-Mani Architects seinen Sitz in London. Das von Arthur Mamou-Mani gegründete Studio ist speziell auf digital entworfene und gefertigte Architektur spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf ‚Industry 4.0‘ liegt. Mamou-Mani ist auch der Entwickler von Silkworm, einem Add-on für die 3D-Modellierungssoftware Rhino3D und dessen Grasshopper-Plug-in. Silkworm ermöglicht es den Benutzern, die Rhino-Geometrie in GCode für den 3D-Druck zu übersetzen, wodurch eine bessere Kontrolle über Bewegung und Extrusion möglich ist.

Sandwaves und Pixel Gate

Die Sandwaves-Installation besteht aus 58 einzelnen 3D-gedruckten Komponenten. Hier setzten die Macher auf die Furan Direct Binding Technologie. Bei diesem Verfahren wird ein 3D-Drucker des Bindemittelspezialisten ExOne verwendet, um aufeinanderfolgende Sandschichten mit einem Furanharz zu binden. Für den 3D-Druck der Struktur wurde Sand verwendet. Da Sand kein sehr starkes Material ist, verwendete das Team für die Struktur schließlich dicke Glieder, wobei jedes Stück etwa 160 kg wiegt.

Die Pixel Gate-Installation hingegen wurde in einer PLA 3D-gedruckt. Der Name des Projekts bezieht sich auf das pixelige Erscheinungsbild, das durch die Verwendung mehrerer Würfel zur Bildung der Struktur entsteht.

Pixel Gate (Foto: Precht/Mamou-Mani)
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