Home Medizin REJOINT entwickelt Knieprothesen mit additiver Fertigung und Künstlicher Intelligenz

REJOINT entwickelt Knieprothesen mit additiver Fertigung und Künstlicher Intelligenz

REJOINT, ein italienischer Hersteller von medizinischen Implantaten, führt die Massenanpassung und Therapie-Personalisierung durch eine Kombination von additiver Fertigungstechnologie mit künstlicher Intelligenz ein.

Konkret wird das Unternehmen die Electron Beam Melting (EBM)-Technologie von GE Additive Arcam und die computergestützte Analyse der intra- und postoperativen Datenerfassung durch IoT-verbundene sensorisierte Wearables einsetzen. Dies wird REJOINT bei der Herstellung personalisierter medizinischer Geräte für Patienten in Form von Knieimplantaten helfen.

Der weltweite Markt für Knieimplantate wird auf 5 Millionen Implantate pro Jahr geschätzt. 2015 wurde das Unternehmen REJOINT in Bologna mit Spezialisten aus dem orthopädischen Sektor gegründet. Deren Fokus liegt bei maßgeschneiderte medizinische Lösung. Hier kommt neben künstlicher Intelligenz auch 3D-Druck zum Einsatz. Bei der additiven Fertigung setzen sie auf Technologien GE Additive.

„Beim Thema Additive Manufacturing waren wir zunächst unschlüssig, welche Lösung für personalisierte Kobalt-Chrom-Prothesen am besten geeignet ist, und evaluierten DMLM und EBM. Beide Modalitäten bieten in der Tat ein gutes Auflösungs- und Qualitätsniveau, aber wir haben uns letztendlich für das GE Additive Arcam EBM Q10plus-System entschieden. Das Wissen und die Unterstützung bei der Industrialisierung, die GE uns bieten konnte, sowie die Berufserfahrung seines lokalen Teams hier in Italien waren ebenfalls ausschlaggebend für unsere Entscheidung“, kommentiert Gian Guido Riva, CEO von REJOINT.

Der Markt für Knieendoprothesen bestand bis vor kurzem ausschließlich aus Standardprothesensystemen, wobei nur eine begrenzte Auswahl an Größen verfügbar war. Die korrekte und präzise Größenbestimmung und Positionierung ist einer der entscheidenden Faktoren für den Erfolg dieser Art von Eingriffen, die heute zwar klinisch Routine sind, deren Erfolg aber immer noch variiert.

Kniegelenke müssen Punktbelastungen standhalten, die Werte von über 300 Kilogramm erreichen können. Selbst minimale dimensionale Veränderungen zwischen den Knochenelementen des Patienten und einem Implantat können Schmerzen und Entzündungen verursachen. Eine Über- oder Unterdimensionierung bedeutet für den Patienten, dass er ständig das Vorhandensein eines künstlichen Gelenks wahrnimmt, und führt zu Muskel- und Bänderzerfall.

Aus diesem Grund sind die optimierten und angepassten Implantate von REJOINT ein interessanter Markt. Gegenwärtig befindet sich REJOINT im Prozess zur Erlangung der FDA-Zulassung, die für die erste Hälfte des Jahres 2021 erwartet wird. Die Zertifizierung wird den Zugang zum US-Markt bedeuten, der 62 Prozent des Weltmarktes für orthopädische Hilfsmittel und mehr als 70 Prozent des Wertes des globalen Marktes für Knieimplantate ausmacht. Darüber hinaus arbeitet REJOINT mit GE Additive zusammen, um die Produktionskosten auf Pulverbasis zu senken, wobei der Schwerpunkt auf der Reduzierung der Zykluszeiten und der Optimierung der Parameter liegt.

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