Mars Science City der VAE mit 3D-gedrucktem Museum soll Leben am Mars simulieren

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Die Vereinigten Arabischen Emirate möchten mit dem Bau der Mars Science City, ein Projekt das der Regierung $137 Millionen kosten soll, das Leben am Mars simulieren. Auf einem Areal von über 176.000 Quadratmetern wird unter anderem ein Raumfahrtsmuseum entstehen, das aus 3D-gedruckten Wänden hergestellt aus Wüstensand errichtet wird.

Das Projekt wurde diese Woche auf einem jährlichen Regierungstreffen der VAE in Abu Dhabi präsentiert und soll einer der ersten Schritte in Richtung der Entstehung von menschlichen Kolonien am Mars bis 2117 sein.

Die Mars Science City wird neben dem 3D-gedruckten Museum Forschungslabore beherbergen, in denen man sich mit der Versorgung von Lebensmitteln, Energie und Wasser auf dem roten Planeten auseinandersetzen wird.

„Das neue Projekt ist ein weiterer Schritt im Beitrag der VAE zur globalen Wissenschaftsbewegung,“ sagt Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, Herrscher des Emirats Dubai und Vizepräsident der VAE. „Wir möchten ein Beispiel setzen und andere dazu motivieren teilzunehmen und zur Erforschung des Weltraums beitragen.“

Das Projekt soll hochkarätige Wissenschaftler aus aller Welt anziehen und könnte neben der Weltraumerkundung auch interessante Aspekte hinsichtlich der Versorgung auf der Erde liefern.

Wissenschaftler weltweit vermuten, dass gerade die 3D-Drucktechnologie enormes Potential für die Schaffung von Behausungen auf anderen Planeten bietet. Die NASA hat beispielsweise zum Thema Marsbesiedelung die 3D Printed Habitat Challenge ins Leben gerufen, bei der internationale Projektteams in mehreren Etappen an möglichen Technologien und Materialien für den 3D-Druck von Behausungen forschen. Erst diese Woche haben wir auch über das Mond-Dorf berichtet, das laut der ESA bereits 2030 Realität werden könnte.