WinSun könnte Trumps Mauer zu Mexiko für geringere Kosten mit 3D-Drucker herstellen

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Eines der umstrittensten Projekte und Wahlversprechen des US-Präsidenten Donald Trump ist der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. WinSun Gründer Ma Yihe sagte kürzlich in einem Interview, er könnte den Mauerbau mit der Hilfe seiner 3D-Drucker für 60% der veranschlagten Kosten in kürzerer Zeit realisieren. 

WinSun mit Sitz nahe Shanghai hat immer wieder für Schlagzeilen mit seinen 3D-gedruckten Gebäuden und Konstruktionen aus Beton gesorgt. Bereits 2010 soll das Unternehmen mit seiner Technologie 10 Häuser innerhalb eines Tages gedruckt haben. Bei Details zur Technologie und den Materialien hält sich das Unternehmen allerdings bedeckt. Laut Yihe sind diese mit derzeit 129 internationalen Patenten geschützt. Einer der Kunden von WinSun ist die Regierung in Dubai, die vor Kurzem 17 3D-gedruckte Bürogebäude in Auftrag gegeben hat. Die Teile dafür wurden in der Fabrik in Suzhou gefertigt und in Containern exportiert. Laut einer Initiative der Regierung in Dubai soll dort bis 2020 ein Viertel der neuen Gebäude aus dem 3D-Drucker stammen.

Aber auch vor weitaus größeren Projekten schreckt das chinesische Unternehmen anscheinend nicht zurück. In einem Interview mit der South China Morning Post sagte WinSun Vorsitzender Ma Yihe selbstsicher:

„Donald Trump könnte seine Mauer viel günstiger und innerhalb nur einen Jahres bauen. Wir könnten es [das Bauprojekt] definitiv durchführen. Vielleicht für rund 60% der veranschlagten Kosten und das drei bis vier Mal schneller.“

Ob es sich hierbei um ein konkretes Angebot handelt, ist wohl eher zu bezweifeln. Jedoch scheint sich WinSun sicher zu sein, dass seine Technologie eine günstigere und schnellere Alternative zu konventionellen Baumethoden darstellt. Der 3D-Drucker mit dem der Hersteller die Bauteile fertigt, soll 40 Meter lang, 10 Meter breit und 6,6 Meter hoch sein. Nur um die 100 ausgebildete Mitarbeiter haben Zugang zu dem Gerät.

Bild: TCT + Personalize

Bei den für die Konstruktionen verwendeten Baustoffen handelt es sich um Verbundstoffe die aus recycelten Materialien von Industrie- und Bauabfällen stammen. Laut Yihe haben diese umweltfreundlicheren Verbundstoffe, wie beispielsweise der mit Glasfasern verstärkte Beton, auch verbesserte Eigenschaften hinsichtlich ihrer Resistenz gegen Wind und Erdbeben. Zudem wird durch die additive Fertigungsmethode zwischen 30% und 60% weniger Material verbraucht. Zurückzuführen ist dies auf eine Stützmuster in Zick-Zack-Form zwischen den Innen- und Außenwänden. In den Hohlräumen wird so Platz für Isoliermaterialien geschaffen. Bis zu 40% weniger Energie sollen WinSuns Gebäude im Vergleich zu konventionell gebauten Häusen in China verbrauchen.

Um die viel kritisierte Optik der 3D-gedruckten Gebäude zu verschönern wurden nun Panele mit Ziegeloptik entwickelt, die sich einfach auf die Fassade schrauben lassen und diese durch ihre Materialeigenschaften langlebiger machen sollen.

Neben dem Projekten für Gebäude hat WinSun vergangenes Jahr auch Interesse an dem Hyperloop Projekt von Elon Musk gezeigt.