Erstmals 3D-Druck aus Titan möglich

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Die Firma i.materialise stellte gestern das erste 3D Druck-Verfahren für das Verarbeiten von Titan Pulver vor. Bis dahin wurde überwiegend nur mit Kunststoffen und rostfreien Stahl gedruckt. Das Verfahren bietet eine wesentlich höhere Genauigkeit und eine höhere Festigkeit als das „Drucken“ mit herkömmlichen Materialien an.

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Foto: Screenshot i.materialise.com

Der dabei verwendete DMLS– (Direct Metal Laser Sintering) Prozess funktioniert dabei mit einem starken Laser der das Schicht für Schicht aufgetragene Titan Pulver verschmelzen lässt.

i.materialise bietet den 3D-Druck aus Titan nun auch für jeden an. Zielgruppen sind dabei nicht nur Designer und Entwerfer von Prototypen sondern auch private Kunden die sich ein individuelles Titan Schmuckstück gönnen wollen. Ganz günstig ist die Produktion mit dem edlen Metall aber noch nicht nicht. Ein 2cm Ball kostet zwischen 124$ und 192$. Dies darf jedoch nicht verwundern, kostet doch der verwendete Drucker alleine schon $ 1 Million.

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Johannes
Johannes ist der Gründer von 3Druck.com, Forscher am Institut für Innovationmanagement an der Johannes Kepler Universität und ein Nerd. Neben seinen Tätigkeiten bei 3Druck.com beschäftigt er sich auch wissenschaftlich mit den Technologien der generative Fertigung sowie deren Auswirkungen auf die Wirtschaft, Gesellschaft, Industrie und Politik und veröffentlicht dazu auch Journal Publikationen.