Home Industrie ArianeGroup führt ersten Test des 3D-gedruckten Vulcain 2.1 Triebwerks erfolgreich durch

ArianeGroup führt ersten Test des 3D-gedruckten Vulcain 2.1 Triebwerks erfolgreich durch

Die ArianeGroup hat das Triebwerk für die Hauptstufe der Trägerrakete Ariane 6 entwickelt, deren Erstflug für 2020 geplant ist. Das teilweise additiv gefertigte Vulcain 2.1 Triebwerk wurde nun vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erfolgreich getestet.

Die Ariane 6 Rakete befindet sich derzeit in Entwicklung und wurde von der ESA bereits 2015 in Auftrag gegeben. Die ArianeGroup, vormals Airbus Safran Launchers, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Airbus Group und des französischen Konzerns Safran.

Das Vulcain 2.1 Triebwerk ist eine für Ariane 6 optimierte Version des Ariane 5 Triebwerks Vulcain 2. Ziel ist es mit innovativen Technologien die Produktion zu vereinfachen sowie die Kosten zu senken, beispielsweise ein im 3D-Druckverfahren gefertigter Gasgenerator, eine vereinfachte Expansionsdüse oder ein Sauerstofferhitzer zur Bedrückung des Tanks. Diese Anpassungen sollen zur Erreichung der Kostenziele für die Ariane 6 Trägerrakete beitragen ohne dabei die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu mindern.

Mit dem im DLR durchgeführten Versuchen wird die gesamte Funktionsfähigkeit des Triebwerks getestet, darunter Schub, Mischverhältnis und Bedingungen der Treibstoffversorgung.

Ende vergangenen Jahres hat die ESA zudem einen Vertrag im Wert von € 75 Millionen für das Prometheus Triebwerk mit der ArianeGroup unterzeichnet. Neben der Veränderung der Treibstoffe setzt man bei der Fertigung auf Entwicklungen wie die Digitalisierung der Triebwerkssteuerung und -diagnose sowie 3D-Druck in einer vernetzten Fabrik. Das Ziel dabei ist zukünftig Flüssigstofftriebwerke zu einem Stückpreis von rund einer Million Euro herzustellen – das sind 90% weniger als das aktuelle Vulcain2 Triebwerk.

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