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Additive Manufacturing: Preise für Kunststoff-Materialien werden billiger

Der Preis für Kunststoff-Materialien, die für Additive Manufacturing (AM) verwendet werden, gelten allgemein als teuer. So kosten Polymere, die für industrielle Additive Manufacturing Systeme verwendet werden, zwischen 100 und 300 US-Dollar pro Kilogramm. Der Preis ist dramatisch höher als bei äquivalente Materialien für den Spritzguß und andere Kunststoffverarbeitungen. So kostet bei diesen Verfahren das Material typischerweise zwischen 2 und 4 US-Dollar pro Kilogramm Kunststoff.

Das Beratungsunternehmen Wohlers Associates ist der Meinung, dass die Preise für Materialien, die von AM-Systemen genutzt werden, sinken. Eines der Faktoren für die Preissenkung ist der Verfall von Patenten, welche das FDM-Verfahren geschützt haben. Es gibt nun schon seit mehreren Jahren kostengünstige 3D-Drucker für den Privatbereich. Die Kunststoff-Materialien für diese Geräte kosten pro Kilogramm weniger als 20 Dollar. Durch die Verbesserung und Kommerzialisierung dieser Heim-3D-Drucker steigt auch der Druck auf Hersteller von professionellen Geräten. Das führt zu sinkenden Preisen. Außerdem sind erst kürzlich weitere wichtigere Patent für die Selective Laser Sintering (SLS) Technologie ausgelaufen.

Zwei weitere wichtige Entwicklungen für den Preis auf Kunststoff-Materialien ist die Präsentationen des freeformer 3D-Drucker von dem deutschen Unternehmen Arburg. Im Gegensatz zu anderen additiven Produktionsverfahren, verwendet der freeformer das eigens entwickelte ARBURG Kunststoff-Freiformen (AKF) Verfahren, bei dem Standardgranulate wie sie auch beim Spritzgießen verwendet werden, nach einer digitalen 3D-CAD-Datei, voll automatisch zu fertigen Kunststoffteilen verarbeitet werden.

Der zweite Fortschritt ist die Entwicklung eines High-Speed 3D-Drucker von Oak Ridge National Laboratory und Cincinnati Incorporated. Das Gerät verarbeitet 4,5 bis 9 Kilogramm Kunststoff pro Stunde. Es werden hierbei kostengünstige Kunststoffe in Pelletform verwendet.

(c) Picture: Wikimedia Commons/SuSanA Secretariat

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