Mechanisch überlegene Alternative zu ABS dank Makerbot

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Der 3D-Druckerhersteller Makerbot hat kürzlich Makerbot Tough vorgestellt, ein Filament, das für den 3D-Druck funktionaler Prototypen entwickelt wurde. Dieses neue Material scheint ein Upgrade gegenüber ABS zu sein und bietet die doppelte Schlagzähigkeit und reduzierte Verformung.

Der New Yorker 3D-Druckerhersteller Makerbot hat kürzlich die Markteinführung seines neuen Makerbot Tough Filaments angekündigt. Dieses hochentwickelte Material wurde für die Herstellung von langlebigen und starken 3D-Prototypen und Vorrichtungen entwickelt, mit dem Ziel, den Anwendern die Möglichkeit zu geben, „mit Zuversicht“ zu drucken.

Makerbot behauptet, dass es doppelt so stark wie ABS ist, es ist extrem belastbar und langlebig. Es verspricht auch die gleiche Zug- und Biegestruktur wie ABS, jedoch ohne eine beheizte Bauplatte. Darüber hinaus sorgt Makerbot Tough dafür, dass sich Ihre Drucke weniger verziehen und kräuseln. Dadurch können Sie Ihre Teile zuverlässig drucken, ohne übermäßige Einstellungen oder Optimierungen vornehmen zu müssen.

Das Unternehmen weist darauf hin, dass der 3D-Druck einen dramatischen Einfluss auf den Produktentwicklungs- und Designzyklus hat. Durch den Einsatz von 3D-Druck und fortschrittlichen Materialien ist es für Designer und Ingenieure einfacher, funktionale Prototypen schnell zu iterieren und zu testen.

Mit diesem Filament ist es möglich, ein breites Spektrum an mechanischen Eigenschaften für verschiedene Anwendungen zu testen. Zum Beispiel ist Makerbot Tough ideal für Teile wie schlagfeste Baugruppen, Hochspannungsfedern und Clips erfordern. Darüber hinaus ist das Material sehr gut zerspanbar, so dass es mit einer Vielzahl von Nachbearbeitungstechniken kompatibel ist.

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Austesten der mechanischen Fähigkeiten von Makerbot Tough

Derzeit sind vier Farben von Makerbot Tough erhältlich, darunter Schiefergrau, Sicherheitsorange, Steinweiß und Onyxschwarz. Alle können über die Makerbot-Website vorbestellt werden.

Um zu zeigen, wozu dieses Filament in der Lage ist, hat Makerbot kürzlich eine Fallstudie mit den Pionieren des 3D-Drucks in der Automobilindustrie, Local Motors, veröffentlicht. Mit dem Makerbot Tough konnte das Entwicklungsteam des Unternehmens langlebige und schlagzähe Prototypen und Vorrichtungen nach Bedarf entwickeln.

„Wir mögen Tough Filament, weil wir direkt in das Teil einfädeln und andere Komponenten daran befestigen können. In der Zeit, in der es nötig gewesen wäre, ein Metallteil zu bestellen und hierher zu liefern, haben wir das gesamte Projekt bereits abgeschlossen“, erklärt Maschinenbauingenieur Tony Rivera.

Um das Filament selbst zu testen, hat das Makerbot-Team ein Poly-Rad-System entwickelt und gedruckt (ein beliebter Mechanismus in der Robotik mit mehrachsigen Rotationen). Mit diesem Funktionsmodell konnten sie feststellen, dass Makerbot Tough an Stellen, an denen PLA in der Regel bricht und sich ABS verzieht, hervorragend abschneidet.

Weitere Inhouse-Projekte mit Makerbot Tough waren das Bedrucken einer seitlichen Schnalle mit hochfesten Zinken, die einrasten, sowie eines Mountainbike-Stoßdämpfers, der eine variable Spannung simuliert. Makerbot erklärt, dass beide Designs die Elastizität des Fadens ausnutzen.

Eine 0.9kg Spule Tough Filament kostet $65 und kann bereits vorbestellt werden. Wenn Sie noch unsicher sind, ob dieses mechanisch verbesserte Material die richtige Wahl für Ihr Projekt ist, können Sie mit einem Makerbot-Experten sprechen und ein Musterteil, eine Demo oder ein Angebot direkt vom Hersteller erhalten.

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