Titomic und Fincantieri starten gemeinsamen Materialtest mit Freiformdruckverfahren

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Die australische Firma Titomic aus Melbourne konnte in den letzten Monaten einige wichtige Kooperationen mit Unternehmen abschliessen. Unter anderen mit dem weltweit agierenden Boothersteller Fincantieri aus Italien. Titomics ist bekannt für sein innovatives Freiformdruckverfahren und will nun mit Materialtests eruieren ob sich das Verfahren für die Bootsherstellung eignet.

„Die Zusammenarbeit von Fincantieri und Titomic schätzt die Vorteile der Verwendung der Titomic Kinetic Fusion-Technologie zur Herstellung mechanischer Komponenten für Flotten- und Handelsschiffe“, sagte Dario Deste, der Vorsitzende von Fincantieri Australia. „Fincantieri verfügt mit über 100 weltweit bestellten Schiffen über die Größe und Stärke, um neue Technologien auf den Markt zu bringen.“

Ist das Verfahren für Schiffe geeignet?

Der wissenschaftliche Materialtest soll herausfinden ob das Druckverfahren überhaupt für den Bootsbau geeignet ist und eine größere Kooperation zwischen den beiden Firmen entstehen kann. Fincantieri hat 20 Werften auf vier Kontinenten verteilt und möchte spezielle Legierung testen, welche hohe mechanische Eigenschaften hat um den internationalen Standards im Bootsbau zu erfüllen. Umfang der Tests ist die Überprüfung der chemischen Zusammensetzung, Härte, Steifigkeit und Porigkeit.

Das Freiformverfahren von Titomic hat keine Einschränkung in Größe und Form und kann mit Verbundwerkstoffen arbeiten. Bei diesem Verfahren wird Material ähnlich wie beim FFF Verfahren Lage für Lage aufgetragen, es besteht aber eine größere Anzahl unterschiedlicher Werkstoffe und hat keine Begrenzung im Bauraum. Da Bauteile ohne biegen, falten oder schweißen hergestellt werden können, sind diese leichter und steifer als herkömmliche Verfahren.

„Titomics Technologie kombiniert mit Fincantieris Technologie Transfer Programm, hat das Potenzial australiens Fähigkeiten in der Herstellung von mechanischen Komponenten zurückzugeben“, sagte Sean Costello, der Direktor von Fincantieri Australia. „Unser Ziel ist es, hochwertige Arbeitsplätze nach Australien zurückzuführen, Kosten zu senken und als Schiffsnation wieder bekannt zu werden.“

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Fincantieri hat 230 Jahre und über 7000 Bauten von Schiffen als Erfahrung vorzuweisen. Sie bauen ebenfalls Kreuzfahrtschiffe, welches ein wachsender Markt ist. Durch Ihre Expertise haben sie eine hohe Wahrscheinlichkeit bei dem Future Frigates SEA 5000 Programm dabei zu sein.

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Titomics und Fincantieri tauschen bereits Arbeiter untereinander aus um von einander zu lernen, so waren Arbeiter von Titomics in einer Werft von Fincantieri um besser zu verstehen worauf es beim Schiffbau ankommt. Wenn die Tests positiv ausfallen möchte Fincantieri ein neues Programm in Australien starten um die Qualität ihrer Schiffe zu verbessern.

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