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TRANSFORM-CE: Kunststoffabfälle für 3D-Druck aufbereiten

Die Manchester Metropolitan University (MMU) hat ein 9,6-Millionen-Euro-Projekt durchgeführt, um Einweg-Kunststoffabfälle in Rohstoffe für die additive Fertigung sowie das Intrusion Moulding aufzubereiten.

Das Projekt hat das Ziel Plastik, welches ansonsten nur im Abfall landen würde, zu recyclen und für den 3D-Druck zur Verfügung stellen. Das Projekt mit dem Namen TRANSFORM-CE wird von der MMU geleitet und soll aufzeigen wie man diese Methode für eine nachhaltige Wirtschaft nutzen kann. TRANSFORM-CE wird vom Interreg North West Europe Program im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt.

Andy Burnham, Bürgermeister von Greater Manchester, hat seine Unterstützung für die neue Initiative zum Ausdruck gebracht, da Manchester bis 2038 klimaneutral werden will: “Die Reduzierung von Einwegkunststoffen ist ein Schwerpunkt von Greater Manchester, und wir setzen uns dafür ein, den Verbrauch und die Produktion von Einwegkunststoffen zu reduzieren.”

PrintCity

PrintCity ist ein 3D-Zentrum für additive und digitale Fertigung, in dem Fertigungsexperten, Designer, Ingenieure und Studenten des MSc-Kurses für industrielle Digitalisierung der MMU untergebracht sind. Im Jahr 2018 gab die MMU Pläne für eine 6 Millionen Pfund große 3D-Druckanlage mit einer Fläche von 40.000 Quadratmetern bekannt, die als Cheshire 3D Print Hub als Erweiterung von PrintCity bekannt ist.

TRANSFORM-CE wird hingegen mit 9,6 Mio. EUR aus dem EFRE finanziert und zielt darauf ab, tausende Tonnen Abfall von Deponien in ganz Nordwesteuropa aufzubereiten. Damit soll mit der Initiative auch eine neue wirtschaftliche Nachfrage nach der Aufnahme von recycelten Kunststoffmaterialien durch Unternehmen sowohl vor Ort als auch in der Ferne geschaffen werden.

An der MMU werden 36 Partner aus verschiedenen Disziplinen teilnehmen um am Projekt TRANSFORM-CE zusammenzuarbeiten. Es sollen zwei speziell gebaute Kunststoffrecyclinganlagen gebaut werden. Eine wird in Manchester und eine in den Niederlanden stehen.

In der 3D-Druck-Zentrum der MMU, PrintCity, wird die Universität mit lokalen Unternehmen zusammenarbeiten, um die recycelten Kunststoffmaterialien mithilfe der 3D-Drucktechnologie in ihren Entwurfsprozess einzubeziehen. Das soll zur Schaffung nachhaltiger und neuer Produkte führen.

Plastik-Abfall für den 3D-Druck recyclen

Es ist nicht das erste Projekt, welches Plastik-Abfall in 3D-Druck-Material umwandeln will. So recycelt die niederländische Fluglinie KLM Royal Dutch Wasserflaschen für den 3D-Druck. Der 3D-Druck-Dienstleister Lancashire3D verabeitet Kunststoffabfall zu 3D-Druck-Filament.

Bei einem Forschungsprojekt an der Fakultät für Ingenieurwesen der Universität Aarhus erarbeiten Standards für das Recyling für den 3D-Druck.

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