Home Forschung & Bildung Projekt FatAM untersucht Lebensdauereigenschaften von 3D-gedruckten Metallen und Verbundwerkstoffen

Projekt FatAM untersucht Lebensdauereigenschaften von 3D-gedruckten Metallen und Verbundwerkstoffen

Für die achte Ausschreibung in der FFG-Programmlinie „COIN (Cooperation&Innovation) Aufbau“ stellte das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) acht Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Programm wird der Auf- und Ausbau wichtiger Forschungskompetenzen an österreichischen Fachhochschulen gefördert, damit diese als starke Partner Unternehmen bei Forschungsfragen bestmöglich unterstützen können. Die Fachhochschule Wiener Neustadt und deren Forschungsunternehmen FOTEC dürfen sich über Förderungen für zwei Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 1,2 Millionen Euro freuen. Neben einem Projekt für die Raumfahrtindustrie, “DEEP”, gibt es mit “FatAM” auch ein Projekt welches sich mit dem 3D-Druck beschäftigt. Das teilte die Fachhochschule in einer Presseaussendung mit.

Im Rahmen des auf vier Jahre ausgelegten „FatAM“-Projekts, das gemeinsam mit der FH OÖ eingereicht wurde, werden Lebensdauereigenschaften von additiv (3D-Druck) gefertigten Metallen und Verbundwerkstoffen untersucht. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 910.000 Euro, wobei die Förderung 635.000 Euro beträgt.

Fehlende Standards im Bereich der additiven Fertigung erschweren den Einsatz von Laserstrahlschmelzen (LSS) und Schmelzschichtung (Fused filament fabrication, FFF) im industriellen Umfeld. Die Korrelation zwischen Prozess- und Mikrostruktureigenschaften (digitaler Zwilling) sind ebenso kaum erforscht wie die Auswirkungen von internen Defekten und der Oberflächengüte im Zusammenhang mit Lebensdauereigenschaften. Prozessparameter, Material und Geometrie haben dabei großen Einfluss auf die Ermüdungsfestigkeit eines Bauteils. Die Überwachung des Herstellungsprozesses (in-line monitoring) würde die Technologie einen entscheidenden Schritt weiterbringen.

Der Fokus liegt auf additiv gefertigten Bauteilen aus Aluminium, Titan und auf Kohlenstofffaser-verstärkten Polymeren. Mit diesem fortschrittlichen Feedback-Ansatz können die Ergebnisse direkt zur Optimierung der Konstruktionskriterien, z.B. von Topologie-optimierten Metall-Komponenten, verwendet werden.

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