RUAG und Oerlikon arbeiten bei 3D-gedruckten Raumfahrtkomponenten zusammen

130

Der Technologie- und Engineeringkonzern Oerlikon und RUAG Space, eine Division des Technologieunternehmens RUAG, verkündeten bei der Farnborough Airshow eine Absichtserklärung zur Qualifikation und Beschleunigung der Serienproduktion von 3D-gedruckten Raumfahrtkomponenten.

Oerlikon und RUAG Space arbeiten bereits gemeinsam an der Qualifikation einer Halterung, die an einer Nutzlastverkleidung angebracht werden soll. Additive Fertigung ermöglicht eine neue Designoptimierung, welche die Kosten um 25% reduzieren und das Gewicht um mehr als 50 % senken wird, während sie gleichzeitig die Steifigkeit der Halterung verdoppelt.

„Die fortgesetzte Zusammenarbeit mit RUAG Space hat uns Möglichkeiten zur Feinabstimmung der Qualifizierungs- und Zertifizierungsprozesse aufgezeigt, die für die Sicherstellung einer einheitlichen Fertigungsqualität entscheidend sind“, sagte Dr. Roland Fischer, CEO des Oerlikon Konzerns. „Wir sind überzeugt davon, dass unser Know-how in den Bereichen Werkstoffe und AM dieser Partnerschaft auch weiterhin zugutekommen wird.“

Additive Fertigung (AM) von Raumfahrtkomponenten

Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wollen die beiden Unternehmen gemeinsam Prozesse und Standards für die metallbasierte additive Fertigung von Raumfahrtkomponenten entwickeln. Diese Standards sollen für die Anwendung durch die europäische Weltraumgemeinschaft geeignet sein. Zur Erschliessung künftiger Designmöglichkeiten werden die Partner zudem an der Verfeinerung bestehender Legierungen für AM und an der Entwicklung neuer metallischer Werkstoffe arbeiten.

Abonnieren Sie die wöchentlichen 3Druck.com-Newsletter. Jeden Montag versenden wir die wichtigsten Beiträge und Updates der Woche. Melden Sie sich jetzt kostenlos an.