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SLM Solutions Q3/2019: Umsatz sinkt leicht

Der deutsche 3D-DruckerHersteller SLM Solutions Group AG hat die Finanzdaten zum dritten Quartal 2019 veröffentlicht. Der Spezialist für metallbasierte additiver Fertigungstechnologie erzielte in diesem Zeitraum einen Umsatz in Höhe von EUR 17,1 Mio. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 8,8% (Q3/2018: EUR 18,7 Mio.), aber einen Anstieg um 89% zu Q2/2019 (EUR 9,0 Mio.). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in Q3/2019 mit EUR -0,8 Mio. unter dem Vorjahreswert (Q3/2018: EUR -0,5 Mio.), verbesserte sich aber deutlich im Vergleich zu Q2/2019 (EUR -10,8 Mio.).

Die Auftragseingänge lagen im dritten Quartal 2019 mit EUR 17,4 Mio. wertmäßig auf dem gleichen Niveau wie im dritten Quartal 2018 (EUR 17,9 Mio.) und auch im zweiten Quartal 2019 (EUR 17,3 Mio.). In den ersten neun Monaten 2019 lag der Auftragseingang bei 49 bestellten Maschinen und damit um 27% unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (9M/2018: 67 Maschinen). Der höhere Anteil von Multi-Laser Maschinen sowie eine bessere Preisgestaltung konnten die geringere Zahl an bestellten Maschinen jedoch wertmäßig teilweise auffangen. Der Auftragseingangswert lag für die ersten neun Monate 2019 mit EUR 38,2 Mio. nur um 8% unter dem Wert des Vergleichszeitraums (9M/2018: EUR 41,3 Mio.).

Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2019 auf 24 Maschinen mit einem Wert von EUR 18,4 Mio. und damit wertmäßig 26% höher als zum Ende des Q2/2019 (EUR 14,6 Mio.). Im Vorjahr belief sich der Auftragsbestand zum 30. September 2018 auf 18 Maschinen mit einem Wert von EUR 12,1 Mio. (bereinigt um die chinesischen Rahmenverträge). Zum 30. September 2019 bedeutet dies im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 51%. Wie bereits kommuniziert, hat das Management von SLM entschieden, die Rahmenverträge mit chinesischen Kunden auszusetzen.

Im dritten Quartal konnte ein Umsatz in Höhe von EUR 17,1 Mio. erzielt werden. Dies entspricht einem Rückgang von 8,8% im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q3/2018: EUR 18,7 Mio.), aber einem Anstieg um 89% zu Q2/2019 (EUR 9,0 Mio.). Im Vergleich der ersten neun Monate 2019 liegt der Umsatz mit EUR 33,4 Mio. um 30,8% hinter dem Vorjahresvergleichszeitraum (EUR 48,3 Mio.).

Die Gesamtleistung im dritten Quartal lag mit EUR 15,7 Mio. 67% über dem Q2/2019 (EUR 9,4 Mio.) und 37% unter dem Q3/2018 (EUR 24,7 Mio.). Letzteres liegt vor allem am Abverkauf von Lagerbeständen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag in Q3/2019 mit EUR -0,8 Mio. unter dem Vorjahreswert (Q3/2018: EUR -0,5 Mio.), verbesserte sich aber deutlich im Vergleich zu Q2/2019 (EUR -10,8 Mio.). Die erhebliche Verbesserung zum Vorquartal begründet sich vornehmlich durch bessere Kostendisziplin, geringere Einmalaufwendungen und höhere Abverkäufe der Vorratsbestände. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich dieser Trend in Zukunft wieder leicht umkehrt, da sich steigende Investitionen in das zukünftige Wachstum von SLM negativ auf die Profitabilität auswirken können. Das EBITDA in den ersten neun Monaten 2019 liegt bei
EUR -19,7 Mio. und damit deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von EUR -4,3 Mio. Dieser Unterschied liegt hauptsächlich begründet im geringeren Umsatz.

Im dritten Quartal 2019 sank der Personalaufwand um 18,0% von EUR 9,3 Mio. in Q2/2019 auf EUR 7,6 Mio. in Q3/2019. Der Grund dafür liegt vor allem in den Einmalaufwendungen in Q2/2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegt der Personalaufwand nahezu auf gleichem Niveau (Q3/2018: EUR 7,7 Mio.).

Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zur Gesamtleistung) liegt im dritten Quartal 2019 mit 39,0% deutlich unter dem Q2/2019 (55,3%) und unter dem Vorjahresvergleichszeitraum (Q3/2018: 48,6%), was den Umkehreffekt aus den Bestandsveränderungen widerspiegelt.

Im dritten Quartal 2019 hat sich das Periodenergebnis in Höhe von EUR -3,9 Mio. bedeutend gegenüber dem Q2/2019 (EUR -23,1 Mio.) verbessert, liegt aber auch durch die geänderte Ansatzmethode der Steuern unter dem Vorjahreswert (Q3/2018: EUR -2,1 Mio.). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von EUR –0,20.

Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft lag zum 30. September 2019 mit 38,3% unterhalb des Vorjahresniveaus (30. September 2018: 49,5%).

Der operative Cashflow lag in den ersten neun Monaten 2019 trotz des deutlich negativen Periodenergebnisses mit EUR 1,4 Mio. im positiven Bereich und verbesserte sich damit deutlich gegenüber dem Vorjahreswert (9M 2018: EUR -12,5 Mio.). Im dritten Quartal 2019 lag der operative Cashflow positiv bei EUR 0,8 Mio. gegenüber einem negativen operativen Cashflow in Q3/2018 von EUR 6,5 Mio. und ebenfalls einem negativen operativen Cashflow in Q2/2019 von EUR 1,0 Mio.

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