Home Forschung & Bildung BASF und Poietis unterzeichnen Vereinbarung zum 3D-Druck von Hautgewebe

BASF und Poietis unterzeichnen Vereinbarung zum 3D-Druck von Hautgewebe

Der deutsche Chemiekonzern BASF und das französische Startup Poietis geben die Unterzeichnung einer Forschungs- und Entwicklungsvereinbarung im Bereich Kosmetik bekannt.

Wie zuvor auch schon die Partnerschaft zwischen dem Kosmetikkonzern L’Oreal und dem 3D Bioprinting-Unternehmen Organovo, zielt die Vereinbarung darauf ab, 3D-gedruckte Gewebemodelle zur Entwicklung und Prüfung kosmetischer Wirkstoffe von Hautpflegeprodukten herzustellen. Das innovative Startup Poietis wurde 2014 gegründet und hat eine 3D Bioprinting-Technologie für die Herstellung organischen Gewebes entwickelt. Das Unternehmen selbst nennt diese Methode “4D lasergestütztes Bioprinting”, ein hochauflösendes Verfahren, bei dem die Zellen nicht extrudiert, sondern mittels Laser angeordnet werden:

Impression laser 4D de cellules biologiques

Damit wird eine Auflösung von bis zu 20 µm bei einer Geschwindigkeit von 10.000 Tropfen pro Sekunde erreicht. BASF möchte diese Technologie zur Weiterentwicklung des Hautäquvalent-Models Mimeskin nutzen. Dazu Dr. Sebastien Cadau, zuständig für die Entwicklung im Feld Gewebezüchtung bei BASF, in einer Pressemeldung:

„Die lasergestützte Technologie ermöglicht bei der Nachbildung von Zellen eine höhere Auflösung als andere Bioprint-Verfahren. Durch die Kooperation mit Poietis kann BASF seinen strategischen Vorsprung sichern. Dieser liegt darin, die Mechanismen der Haut noch besser zu verstehen und dieses Wissen für die Entwicklung und Tests innovativer kosmetischer Wirkstoffe für den Einsatz in Hautpflegeprodukten zu nutzen.“

Dr. Fabien Guillemot, Gründer und Präsident von Poietis:

„Wir sind äußerst glücklich über diese Kooperation. Dank ihrer langjährigen Expertise, was Lösungen für die Dermokosmetik betrifft, hat die BASF erkannt, welche Vorteile das 3D-lasergestützte Bioprint-Verfahren gegenüber konventionellen Verfahren zur Zellzüchtung und anderen Bioprint-Verfahren hat. Die Partnerschaft zielt auch darauf ab, durch Bioprint-Gewebemodelle eine Alternative zu Tierversuchen im Bereich Kosmetik und Dermopharmazie zu schaffen.“

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