Overtec bringt neue Lösungen für den 3D-Druck von Beton

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Das in Oberösterreich ansässige Bauunternehmen Overtec rüstet im Bereich des 3D-Druck-Beton auf. Mit einer neuen Technologie ist es dem Unternehmen möglich, sowohl komplexe Kurven als auch Drehungen ohne Probleme aus Beton 3D zu drucken.

Während 3D-Druck-Unternehmen, wie das in Dubai beheimatete Cazza Construction Technologies, in eine 3D-Druck basierte Zukunft investieren, macht Overtec klar, dass auch das Österreichische Bauunternehmen ein Teil eben dieser Zukunft sein will – und kann. Mit den neuen Technologien für den 3D-Druck von Beton ist es leicht vorstellbar, dass in Zukunft ganze Städte 3D-gedruckt werden.

In der Welt der additiven Fertigung stellen konkave, konvexe und konische Formen aus Beton immer noch eine große Herausforderung dar. Zwar existieren für die genannten Formen bereits Technologien auf dem Markt, jedoch sind diese unerschwinglich teuer und sehr schwer herzustellen.

Eben diese Herausforderung motivierte den Unternehmer und Geschäftsführer von Overtec Sebastian Hilscher dazu, neue Lösungen für den 3D-Druck von Beton zu erforschen. Nach eigener Aussage brachte seine Arbeit auf diesem Gebiet bereits beeindruckende Ergebnisse hervor.

Overtec’s Systeme wurden bisher nur für die Herstellung von Werkstatt-Elementen genutzt. Die bisher aus Beton 3D-gedruckten Teile wurden in Overtec’s Produktionsstätte in Attnang-Puchheim, Oberösterreich, gefertigt. Diese Betonteile wurden auf einem Hochleistungs-3D-Drucker mit einem Gewicht von 1,8 Tonnen und einer Fläche von 4 Quadratmetern über einen Zeitraum von mehreren Wochen 3D-gedruckt. Als eines der ersten Österreichischen Unternehmen, das Beton auf diese Weise 3D-drucken kann, gilt Overtec als Vorbote für künftige Projekte dieser Art.

„Als Familienbetrieb mit einer 20-jährigen Geschichte erkennen wir die Bedürfnisse des Marktes sehr gut“, kommentiert Hilscher. „Mit 3D-Druck wollen wir Architektur neue Gestaltungsmöglichkeiten zu einem attraktiven Preis anbieten: im 3D Drucker, es macht keinen Unterschied, ob wir gerade oder flexible Formen produzieren. „

In den nächsten Monaten sollen die ersten Beton-Komponenten und -Oberflächen von Overtec kommerziell gestartet werden. Das künftige Angebot soll Schicht-, Brüstungs-und Flächenelemente sowie flexibel gestaltete Innenelemente zur Steigerung der Raumeffizienz umfassen. Hiervon können nach Aussage von Hilscher sowohl Architekten in der Planungsphase als auch Bauunternehmen profitieren, da diese Technologie Kosten sowie auch Zeit spart.

Overtec hat bereits Patente für deren technische Lösungen für Brüstungen und Dachbodenelemente in Flachdächern eingereicht. Im Frühjahr 2018 soll die erste Serienproduktion für die 3D-gedruckten Betonteile starten.