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Evonik bringt Software für 3D-Druck auf den Markt

Das Spezialchemieunternehmen Evonik präsentiert seine erste Software für den 3D-Druck. Das Tool hilft Herstellern Kosten zu sparen, indem sie den richtigen additiven Fertigungsprozess auswählt, abhängig von der Geometrie, dem Material und der finanziellen Analyse des zu konstruierenden Bauteils. Die neue Software wurde von Castor entwickelt, einem israelischen Start-Up, in das Evonik Venture Capital Ende 2019 investiert hat.

Castor bietet eine Software-Technologie an, die die Druckbarkeit eines Bauteils prüft, das ideale Druckmaterial empfiehlt und die Produktionskosten sowie Vorlaufzeiten ermittelt. Die Technologie hilft Herstellern bei der Entscheidung, ob und wie sie 3D-Druck auf ihre Produktionsprozesse anwenden können.

„Durch die Software wird der großflächige Einsatz des 3D-Drucks im kommerziellen Maßstab möglich“, sagt Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing bei Evonik. „Dadurch erhalten wir bessere Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden, um neue „ready-to-use“-Materialien zu entwickeln.“

Intelligenz und 3D-Druck in Kombination

Evonik hat seine Expertise im Bereich 3D-Druckmaterialien eingebracht und Castor dabei unterstützt, die Software als Plattform für alle Branchen zu etablieren. Das Spezialchemieunternehmen verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von 3D-Druckmaterialien. Mit der auf Castor-Technologie basierten Software von Evonik haben Kunden die Möglichkeit, Bauteile zu identifizieren, die mit Materialien wie Hochleistungspolymer-Pulvern und Filamenten gedruckt werden könnten. Evonik bietet zudem eine breite Palette von Additiven an, mit denen die Materialeigenschaften verändert werden können, etwa um Fließeigenschaften zu verbessern oder das fertige Teil robuster zu machen.

Potenzial der additiven Fertigung vollständig nutzen Die Software des Start-ups ist eine Ergänzung zu CAD-Lösungen (Computer Aided Design). Kunden können mithilfe ihrer vorhandenen CAD-Datei große Baugruppen oder mehrere Einzelteile gleichzeitig analysieren lassen. Die Software führt eine umfassende technische und wirtschaftliche Analyse durch. So lässt sich ermitteln, ab wann Additive Manufacturing gegenüber traditionellen Herstellungmethoden wirtschaftlich ist. Anhand einer Kostenanalyse kann der Kunde dann entscheiden, ob der 3D-Druck eine für ihn geeignete Fertigungsmethode ist, die Kosten und Zeit spart.

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