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Lebensdauer von 3D-gedruckte Zahnräder berechnen

Das deutsche Unternehmen igus hat ein neues Tool zur Berechnung von der Lebensdauer von 3D-gedruckte Zahnräder vorgestellt. Das neue Online-Werkzeug versteht sich als Ergänzung zum Druckservice von igus.

Das Unternehmen bietet einen Service für den 3D-Druck von Zahnrädern an. Mit Hilfe eines Zahnradkonfigurators können Kunden leicht online die gewünschten Zahnräder fertigen lassen. In wenigen Schritten muss der Anwender dafür nur die Daten seines Zahnrades wie Zahnmodul, Zähnezahl, Breite sowie Innendurchmesser der Bohrung angeben. Daraufhin wird automatisch ein 3D-Modell angezeigt, das als STEP-Datei exportiert werden kann. Mit Upload der Datei im igus 3D-Druckservice lässt sich das konfigurierte Zahnrad aus dem extrem langlebigen SLS-Material iglidur I3 direkt bei igus bestellen.

Wie lange hält ein 3D-gedrucktes Zahnrad?

Um diese Frage dem Anwender zu beantworten, hat igus jetzt für 3D-gedruckte Zahnräder einen Zahnrad-Lebensdauerrechner entwickelt. Mit dem neuen Online-Tool erhält der Nutzer in wenigen Sekunden eine konkrete Aussage über die Lebensdauer seines additiv gefertigten Verschleißteils.

Im ersten Schritt muss der Nutzer im Online-Tool die Zähnezahl, die Breite und den Zahnmodul der Zahnradpaarung eingeben. Hier kann der Kunde zwischen Zahnrädern aus iglidur I3, einem Metall oder auch einem anderen Kunststoff wählen. Im zweiten Schritt fragt das Tool nach der Geschwindigkeit und dem Drehmoment des großen oder kleinen Zahnrades, abhängig davon von welchem Zahnrad die Werte vorliegen. Im letzten Schritt gilt es die Einschaltdauer des gedruckten Zahnrades, die Arbeitsweise, die Umgebungstemperatur und den Sicherheitsfaktor zu bestimmen. Auf Basis der angegebenen Parameter kann das neue Online-Tool die Lebensdauer des 3D-gedruckten Zahnrades in Sekunden ermitteln. So wird die Wartung bereits vorab planbar. Das Tool kann hier aufgerufen werden.

Gedruckte Zahnräder überzeugen im Schwenktest

Der Hochleistungskunststoff iglidur I3 ist speziell für die Fertigung von Verschleißteilen wie Zahnrädern im SLS-Verfahren entwickelt worden. Der Werkstoff ist sehr abriebfest und langlebig, das zeigt auch ein Versuch im hauseigenen 3.800 Quadratmeter großen Testlabor. Hier trat im Schwenktest bei 1440° bei einer Geschwindigkeit von 0,1 m/s und einem Drehmoment von 2,2 Nm ein additiv gefertigtes Zahnrad aus iglidur I3 gegen ein POM gespritztes und ein aus POM gefrästes Zahnrad an. Alle Zahnräder besaßen 30 Zähne und eine Breite von 16 mm. Während das gespritzte Zahnrad aus POM schon nach 4.000 Zyklen ausfiel und auch das gefräste POM-Zahnrad nach 12.500 Zyklen brach, hielt das Zahnrad aus iglidur I3 fast 20.000 Zyklen stand.

Der Artikel basiert auf eine Pressemeldung von igus.

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