Gartner Studie: Additive Fertigung in Afrika

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Gartner ist ein Marktforscher aus Stamford, USA und hat einen Bericht über die Hypes in Afrika veröffentlich. Laut diesem Bericht ist additive Fertigung bereits in der letzten Phase des Hype-Zyklus in Afrika und entwickelt sich zu einer etablierten Technologie.

Zwei Technologien haben laut Gartner das Ende des Hype Cycles in Afrika erreicht. Dabei handelt es sich um mobile Zahlungen, wodurch es möglich ist Banktransaktionen einfach über das Handy durchzuführen, und 3D-Druck.

Die additive Fertigung wird in Afrika schon in der Medizin sowie in der Landwirtschaft verwendet. 3D-Druck-Dienstleister erreichen bereits 20% bis 50% der lokalen Kunden und sind dadurch im Mainstream angekommen.

„Africa is entering an important stage in growing maturity, with nine technologies entering the Slope of Enlightenment and climbing toward the Plateau of Productivity“, sagte William Hahn, Forschungsleiter bei Gartner.

Hype Cycle 300x193 - Gartner Studie: Additive Fertigung in Afrika
Der Hype-Zyklus

Ein Hype-Zyklus besteht aus mehreren Phasen, zunächst gibt es einen Auslöser, wodurch der Hype entsteht. Die Aufmerksamkeit für diese Technologie steigt rasant an bis sie einen Höhepunkt hat, bei dem die Erwartung übertrieben hoch ist.

Die Aufmerksamkeit sinkt danach ähnlich schnell wie sie gestiegen ist, weil die Erwartungen an das Produkt zu hoch waren. In dieser Phase entscheidet sich ob ein Produkt nur ein Hype war oder Zukunft hat. Wenn es das Produkt schafft das Tal der Desillusionen hinter sich zu lassen und langsam wieder das Interesse steigt, kann es den Hype-Zyklus verlassen und zu einem Mainstream Produkt werden.

Vorteile der additiven Fertigung

Aufgrund der teilweise schlechten Infrastruktur bietet 3D-Druck den Vorteil, dass Bauteile direkt vor Ort hergestellt werden können, wodurch Zeit sowie Geld gespart werden kann. Aufgrund dieser Vorteile investieren Firmen in die additive Fertigung und kaufen sich eigene Systeme zum Drucken. Die Landwirtschaft übernimmt ungefähr 50% des BIP (Bruttoinlandprodukt) in Afrika und bietet großes Potenzial für die additive Fertigung. Der 3D-Druck kann die Landwirtschaft unterstützen und Reparaturen verschnellern und dadurch wird die additive weiter voran getrieben um neue Verfahren zu entwickeln.

Auch die Medizin verwendet bereits additive Fertigung, zum Beispiel werden in einem Krankenhaus in Uganda bereits Prothesen mit Hilfe von 3D-Druckern hergestellt. Boing und Airbus überlegen Teile für Flugzeuge in der Massenproduktion herzustellen und dafür auf die südafrikanische 3D-Druckerei Aeroswift zurückzugreifen.

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