IDC: Weltweite Ausgaben für 3D-Druck sollen bis 2020 auf über $ 35 Milliarden ansteigen

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Laut dem „Worldwide Semiannual 3D Printing Spending Guide“ des Marktforschungsunternehmens IDC soll der globale Umsatz am 3D-Drucker-Markt bis zum Jahr 2020 auf $ 35,4 Milliarden ansteigen. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 24,1% im Zeitraum 2015 bis 2020. Der für 2016 vorhergesagte Umsatz von $ 15,9 Milliarden wird sich somit mehr als verdoppeln.

Dabei werden 3D-Drucker zusammen mit Materialien beinahe die Hälfte des Umsatzes ausmachen. Aber auch Software sowie mit der Technologie verbundene Dienstleistungen werden einen deutlichen Zuwachs verzeichnen, so IDC.

Umsätze aus dem Verkauf von CAD-Software sowie für 3D-Druckdienstleistungen sollen sich laut dem Bericht über den Prognosezeitraum von 5 Jahren verdreifachen. Dieser Zuwachs resultiert vor allem aus der zunehmenden Anwendung additiver Fertigungstechnologien für die Herstellung von Prototypen sowie maßgeschneiderten Produkten.

Design und Rapid Prototyping in der Automobilbranche wird mit über $ 4 Milliarden in 2016 den höchsten Umsatz verzeichnen, gefolgt von 3D-Druck von Komponenten für die Raum- und Luftfahrt sowie Verteidigungsindustrie mit knapp $ 2,4 Milliarden. Weiters erwähnt IDC noch die Zahnmedizin als einen weiteren starken Anwendungsbereich in diesem Jahr.

Laut IDC Analysten Christopher Chute bewegt sich der Markt weg von Consumer 3D-Druckern, hin zu ganzheitlichen Lösungen, die die Produktion von hochwertigeren sowie profitableren Produkten ermöglichen:

„Customer spending on 3D printing capabilities is following the market away from mass market consumer printers towards holistic solutions that enable higher-end – and more profitable – use cases. As the market for printers, materials and services matures, IDC expects new 3D printing capabilities to enable a next-wave of customer innovation in discrete manufacturing, product design, and life sciences.“

Innovation im Bereich der Fertigung ist weiterhin die treibende Kraft für den gesamten 3D-Druck-Markt. Die Fertigungsindustrie wird mit 56% des weltweiten Umsatzes den größten Marktanteil im Jahr 2016 darstellen. Das Gesundheitswesen und professionelle 3D-Druckdienstleister nehmen Platz 2 und 3 ein. Der Handel soll einen bedeutenden Sprung nach vorne machen und bis 2020 auf Position 4 stehen. Umsätze aus Consumer 3D-Druck werden allerdings nur leicht ansteigen, da der Markt bereits gesättigt ist.

Analyst Keith Kmetz fügt hinzu:

„IDC expects the worldwide 3D printing market to continue its rapid expansion over the next several years, driven by the need to reduce manufacturing cycle times and to reduce prototyping costs. This growth will be fueled by an explosion of 3D printer manufacturers from around the world, seeking to capitalize on the anticipated growth in this market with faster printers that offer better quality output at lower prices.“