Home Forschung & Bildung Neue FDM-Drucktechnik könnte deutlich stabilere Objekte ermöglichen – Update

Neue FDM-Drucktechnik könnte deutlich stabilere Objekte ermöglichen – Update

Forscher der Texas A&M University und der Texas Tech University haben in Zusammenarbeit mit Essentium Materials eine Studie erarbeitet, die zeigt wie Nanoröhrchen und ein spezieller Schweißprozess die Stabilität von 3D-gedruckten Objekten erhöhen kann. 

24. Juni 2017 – Im speziellen geht es hier um die mechanische Stabilität entlang der Z-Achse (also aufeinanderliegende Schichten) – gerade bei Belastungen neigen die einzelnen Schichten von 3D-gedruckten Objekten nämlich dazu, auseinander zu reißen. Um dieses Problem zu umgehen hat setzt das Forschungsteam auf Kohlenstoff-Nanoröhrchen die das herkömmliche Druckmaterial umgeben (dieses Verfahren wurde FuseBox getauft) anschließend wird der Ausdruck mittels einer elektrischen Schweißtechnik nochmals kurz auf-geschmolzen (dieses Verfahren wurde FlashFuse getauft).

In weiteren Tests wurde die maximale mechanische Belastung ermittelt, diese lag deutlich über herkömmlichen Druckverfahren. Es konnte im Vergleich zu herkömmlichen PLA (das als Ausgangsmaterial für die beiden Verfahren verwendet wurde) eine Steigerung der Stabilität auf 275% gemessen werden (gemessen bei Belastung in Druckrichtung = Z-Achse).

Das FuxeBox Gerät soll noch in diesem Jahr fertig entwickelt und sogar verkauft werden, wann und ob FlashFuse ebenfalls verkauft wird ist bisher noch nicht klar. Auf jeden Fall wird weiter an dem Verfahren geforscht, da gerade die Aussicht auf eine Steigerung der Stabilität sehr reizvoll ist.

we anticipate that this process can be extended to additive manufacturing of other thermoplastics

21. Juli 2017 – Update: Offizielles Video mit Erklärung veröffentlicht

Mittlerweile wurde auf YouTube ein Video veröffentlicht das die Zusammenhänge nochmals erklärt. An der beschrieben Funktionsweise hat sich aber Nichts geändert.

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Quelleadvances.sciencemag.org
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Dominik studiert derzeit Wirtschaftsinformatik an der TU-Wien. Seit mehreren Jahren beschäftigt er sich mit neuartigen Technologien und speziell mit 3D-Druck. In seiner Freizeit beschäftigt sich Dominik außerdem mit Embedded-Systems sowie deren Programmierung und ist außerdem ehrenamtlich bei mehreren Organisationen tätig.