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Der 3Druck.com-Jahresrückblick 2014 – Teil 13 (Prognosen)

In den letzten Wochen haben wir das Jahr 2014 nochmals Revue passieren lassen und die Highlights auf 3Druck.com präsentiert. Heute wollen wir einen Blick in die Zukunft wagen und Prognosen für die kommenden Jahre in der Welt des 3D-Drucks und der Additiven Fertigung präsentieren.

In den letzten Jahren verzeichnete die 3D-Druck-Branche große Wachstumszahlen. Das zeigen mehrere Consulting Unternehmen, die Berichte in diesem Bereich veröffentlicht haben. Aber auch die Zukunft sieht laut den Spezialisten rosig aus.

Einer der einflussreichsten und bekanntesten Unternehmen, die Prognosen zu der 3D-Druck-Branche veröffentlichen ist „Wohlers Associates“. Der jährliche Wohler Report wird mit Hilfe von etlichen Service Providern, Herstellern und Co-Autoren aus mehr als 20 Länder erstellt. Im Report aus dem Jahr 2014 wurde das höchste Wachstum seit 17 Jahren gemeldet. Das durchschnittliche jährliche Wachstum betrug in den letzten 26 Jahren 27%. Der Durchschnitt zwischen 2011 und 2013 wurde mit 32,3% angegeben. Im letzten Jahr des Beobachtungszeitraumes lag das Wachstum bei 34,9%. In dem Bericht wurde ebenfalls angegeben, dass im letzten Jahr der 3D-Druck-Markt einen Wert von 3,07 Milliarden Dollar hatte und somit das erste Mal die 3 Milliarden Dollar Grenze durchbrochen wurde.

Einen massiven Anstieg gab es laut Wohlers bei dem Verkauf von 3D-Drucker, die mit Metall arbeiten. Es wurden 2013 76% mehr solche Drucker verkauft als im Vorjahr. In einem Blog-Post erläuterte das Consulting Unternehmen, dass die Nachfrage nach Metall 3D-Druck ungebrochen groß ist und diese das Angebot übertreffen kann. So brachte eine Großbestellung von General Electric von 100 industriellen 3D-Drucker den Hersteller EOS an seine Grenzen. Dies könnte zu einer Kettenreaktion führen und die Produktion weiter ankurbeln.

Gartner, einer der größten Anbieter von Marktforschungsergebnissen und Analysen über die Entwicklungen in der IT, bietet natürlich auch Prognosen und Zahlen im 3D-Druck-Bereich. 2014 sollen laut Gartner um die 108.000 3D-Drucker verkauft worden sein. 2015 sollen schon über 217.000 3D-Drucker verkauft werden. Bis 2018 sollen sich die Verkaufszahlen für 3D-Drucker jährlich verdoppeln und 2018 rund 2,3 Millionen Stück erreichen. Durch diese Entwicklung wird auch ein Preisfall der Geräte erwartet.

Laut einer Analyse aus dem Sommer 2014 von dem US-Unternehmen „Allied Market Research“ wird der gesamte 3D-Druck-Markt bis 2020 auf 8,6 Milliarden Dollar steigen. Die jährliche Wachstumsrate zwischen 2014 und 2020 wird mit 20,6% angegeben. „Markets and Markets“ kommt in einer im November 2013 veröffentlichten Studie zu einem ähnlichen Schluss. Bis 2020 soll laut dem Report der Markt auf 8,41 Milliarden Dollar anwachsen. Das jährliche Wachstum beträgt bei der Studie 23%.

Auch Freedonia präsentiert in dem Bericht „World 3D Printing to 2017“ ähnliche Zahlen. Es wird mit einem jährlichen Wachstum von mehr als 20% gerechnet. Bis 2017 wird ein Volumen von 5 Milliarden Dollar prognostiziert. Ebenso sieht das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen International Data Corporation (IDC) sowie Canalys ein hohes Wachstum im 3D-Druck-Bereich.

Das Unternehmen „Lux Research“ geht von einer Vervierfachung des Markt bis 2025 aus und gibt das Marktvolumen für 2025 mit 12 Milliarden Dollar an. 3,2 Milliarden Dollar sollen direkt durch den Verkauf von 3D-Drucker entstehen, der Markt für Materialien wird mit 2 Milliarden beziffert und Dienstleister in dem Bereich werden für 7 Milliarden verantwortlich sein.

„Allied Market Research“ veröffentlichte ebenfalls einen Report, welcher sich nur auf Schwellenländer konzentrierte. In dieser Prognose bis 2020 wird ein Wachstum 37,4% jährlich vorhergesagt. Der Markt in den Schwellenländern China, Indien, Vereinigte Arabische Emirate, Brasilien und Südafrika soll bis 2020 bei 4,5 Milliarden Dollar liegen.

Die Firmen „SmarTech Markets Publishing“ und „Juniper Research“ legten jeweils einen Bericht vor, welche den Heim-3D-Drucker-Markt analysierte. So sagt „SmarTech Markets Publishing“ eine Steigerung des Markt für die Heimanwendung bis 2018 auf 1 Milliarde Dollar voraus. „Juniper Research“ legt in seinem Bericht Zahlen zu verkauften Heim-3D-Drucker vor. Während 2014 mit 44.000 3D-Drucker für den Heimgebrauch gerechnet wurden, glauben die Analysten, dass sich diese bis 2018 auf über 1 Million Drucker erhöhen wird.

Auch Reports zu dem 3D-Scanner-Markt wurden 2014 veröffentlicht, die eine Steigerung des Markts zeigen. So sagt ein Bericht von „Markers and Markets“ ein Wachstum auf 4 Milliarden Dollar bis 2018 voraus. Das wäre im Vergleichsraum eine Verdoppelung. Eine Studie von TechNavio sieht bis 2018 ein jährliches Wachstum von 13,81% im 3D-Scanner-Markt. Ein Bericht von „Research and Markets“, der schon Ende 2013 publiziert wurde, kam zu ähnlichen Schlüssen. Die Firma rechnet mit einem jährlichen Wachstum von 14,6% und ein Marktvolumen von 4,08 Milliarden Dollar bis 2018.

Jahresrückblick 2014

(C) Picture: Pixabay

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