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Materialise präsentiert auf der Formnext Innovationen zur Skalierung und Integration von AM-Prozessen

Auf der Formnext 2021 präsentiert der 3D-Druck-Spezialist Materialise Innovationen, die es Unternehmen ermöglichen, ihre Prozesse in der Additiven Fertigung zu optimieren und auszuweiten. Unter anderem bettet der 3D-Druck-Spezialist einen CAD-Workflow in seine Magics-Software ein und beschleunigt den Aufbau der Materialise AM-Software-Plattform. Aktuelle 3D-Druck-Anwendungen zeigen den erfolgreichen Einsatz von AM in der Produktentwicklung und in der Serienfertigung.

Die Formnext-Besucher werden unter den ersten sein, die eine Vorschau der neuesten Updates von Magics, der Flagship-Software-Lösung von Materialise für die Daten- und Bauvorbereitung, erleben werden. Im Frühjahr 2022 wird Magics 26 mit wegweisenden Neuerungen wie der Integration eines CAD-Workflows verfügbar sein , um die Weichen für einen überarbeiteten End-to-End-Workflow zu stellen.

„Die 3D-Druck-Industrie hat jahrelang darüber diskutiert, ob CAD oder Mesh der bevorzugte Workflow für die Datenvorbereitung sein sollte“, sagte Stefaan Motte, Vice President Software bei Materialise. „Wir glauben, dass beide einzigartige Vorteile bieten und der optimale Workflow für Benutzer durch eine nahtlose Integration beider Formate erreicht wird.“

Magics-Benutzer werden das Beste aus beiden Welten erleben – CAD für die Bauteilbearbeitung mittels branchenführender Technologie und Mesh-basierte Prozesse für die Plattformvorbereitung mittels bewährter Lösungen. Dies wird es Benutzern erleichtern, zusammen mit CAD-erfahrenen Designern und Ingenieuren Bauteile zu überprüfen und zu bearbeiten. Im Anschluss können sie für die Bauplattform- und Druckvorbereitung zu Mesh übergehen.

Auch Magics Storefront, die neue cloudbasierte E-Commerce-Lösung von Materialise, wird auf der Formnext präsentiert. In Kombination mit der Materialise-Software Magics automatisiert Storefront den Auftrags- und Verkaufsprozess von 3D-Druck-Dienstleistern und erleichtert die Kommunikation mit Kunden. Dies ermöglicht es den Dienstleistern, Kunden Echtzeit-Updates zum Status ihrer Druckaufträge und zu möglichen Verzögerungen bereitzustellen.

Die nächsten Schritte bei der kundenindividuellen Massen- und AM-Serienproduktion

Für Produkte, die einen personalisierten Ansatz in der Serienfertigung erfordern oder bei denen sich eine kundenindividuelle Massenproduktion anbietet, zahlt sich AM in vielen Branchen bereits aus. Ein Beispiel liefert die jüngste Zusammenarbeit von Materialise mit HeyGears. Der Designprozess für eine perfekte Passform ihrer Handprothesen basierend auf den Scandaten von Unterarmen dauerte früher viele Stunden und beinhaltete ein hohes Fehlerrisiko. HeyGears vertraute auf die API-Entwicklung von Materialise, um ihr Geschäftsmodell zu skalieren und den AM-Workflow zu automatisieren. Mit dem automatisierten AM-Workflow sparte HeyGears mehr als 95 Prozent der Zeit, die für die traditionellen Gussverfahren benötigt wird.

Fine-Tuning des AM-Prozesses

Materialise wird auf der Formnext außerdem seine neuesten Technologien für die Optimierung von AM-Prozessen präsentieren. Das neue Materialise Software Development Kit (SDK) für Build-Prozessoren bietet Maschinenbauern einen schlanken und agilen Weg, Software-Lösungen für ihre 3D-Drucker zu entwickeln und das Beste aus ihnen herauszuholen. Sie selbst profitieren von einer beschleunigten Produktentwicklung, ihre Kunden von vernetzten und verlässlichen Softwarelösungen.

Die Vorteile des Materialise Process Tuners demonstriert eine aktuelle Zusammenarbeit zwischen Rosswag und Materialise. Für Fertigungsunternehmen und AM-Anwender lohnt sich die Softwarelösung immer dann, wenn es darum geht, Druckparameter zu entwickeln und zu qualifizieren. Der Materialise Process Tuner rationalisiert die Entwicklung von Prozessparametern mit automatisierten Workflows, Auswertungen und einer eingebetteten Datenbank und reduziert effektiv die manuelle Arbeit, die mit der Einführung neuer Maschinen und Materialien in Produktionslinien verbunden ist. Durch die Feinabstimmung ihres AM-Prozesses können Unternehmen die Effizienz steigern und anwendungsspezifische Anforderungen erfüllen.

AM auf der Ebene von Serienfertigung

Auf der Formnext präsentiert Materialise vielfältige Praxisbeispiele der additiven Serienfertigung sowie die neueste Ergänzung seines Materialportfolios.

Das neue Material ist C465 Edelstahl, eine aushärtbare Legierung, welche sich ideal für die Produktion von leistungsstarken Metallbauteilen eignet. Das hochgradig korrosionsbeständige C465 zeichnet sich durch eine ausgezeichnete Stärke und Härte aus und ist somit hervorragend für anspruchsvolle Umgebungen geeignet. Diese Eigenschaften sind vorteilhaft für funktionale Bauteile etwa in der Luft- und Raumfahrt, der Schifffahrt sowie der Medizin. Zu den Anwendungsgebieten gehören Handwerkzeuge, Kunststoff-Spritzgussformen, Öl- und Gas-Bohrmaschinen sowie weitere industrielle Ausrüstung.

Auf dem Messestand werden 3D-gedruckte Metallteile für ein High-End-Rennrad und für ein eVTOL-Fluggerät ausgestellt (eVTOL = electric Vertical Take-off and Landing). Um Gewicht einzusparen und eine kosteneffiziente Serienproduktion für sein neues Rennrad „Dogma F“ zu erreichen, arbeitete der Fahrradhersteller Pinarello mit Materialise zusammen. Materialise entwickelte einen kundenspezifischen Workflow – einschließlich Etikettierung und Qualitätsprüfung – und produzierte so insgesamt 20.000 Teile. Dabei wurde jeder Satz von 2.000 Teilen innerhalb von drei Wochen nach der Bestellung ausgeliefert.

Das Unternehmen Lift Aircraft vertraute auf den Design- und Fertigungsservice von Materialise, um die Entwicklung seines eVTOL zu beschleunigen und funktionale Endbauteile zu beziehen. Dabei konnten die Ingenieure von Lift Aircraft und Materialise gemeinsam das Gewicht eines wichtigen Titanteils um 40 Prozent reduzieren. Insgesamt enthält das eVTOL-Fluggerät Hexa von Lift Aircraft über 100 additiv gefertigte Bauteile.

Der Artikel basiert auf einer Pressemeldung von Materialise.

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David ist Redakteur bei 3Druck.com.