Home Anwendungen PYLO: Neuer Fahrradhelm mit Airbag, 360° Rundum-Sicherheitssystem und 3D-Strickinlay

PYLO: Neuer Fahrradhelm mit Airbag, 360° Rundum-Sicherheitssystem und 3D-Strickinlay

Fahrradfahren wird bald so sicher, intelligent und hochtechnologisch wie nie zuvor sein. PYLO, ein atemberaubender Prototyp eines Fahrradhelms, der erstmals die neuesten Digital-, Sicherheits-, Design- und Fertigungstechnologien vereint, wurde in Deutschland vorgestellt.

Ausgestattet mit einem vollständig integrierten Gesichtsschutz-Airbag, einem intelligenten 360°-Surround-Sicherheitssystem und einem 3D-gestrickten Inlay wird der Helm die Art und Weise, wie wir in Zukunft Fahrrad fahren, revolutionieren. PYLO wurde von dem in Berlin ansässigen Innovationsstudio nFrontier entwickelt und entworfen und wird derzeit für die Markteinführung geprüft.

„Unsere Vision war es, einen aufregenden Helm der nächsten Generation zu entwickeln, der die Sicherheitstechnologie für Fahrradfahrer ins 21. Jahrhundert vorantreibt. Wir wollten eine bisher nie dagewesene Erfahrung schaffen, indem wir verschiedene Technologien, Funktionen und Materialien in einem Helm vereinen“, erklärt nFrontier-CEO Daniel Buening, der den Helm auch konzipiert hat.

„Wir haben unseren Helm mit Blick auf die Bedürfnisse von Pendlern und Sportlern entwickelt, indem wir leichte Materialien mit einem zeitgemäßen, eleganten Design und modernsten Technologien kombiniert haben“, fügt nFrontier Chief Design Officer Beatrice Mueller hinzu.

PYLO ist ein eleganter Prototyp, der viele branchenweit einzigartige Merkmale in sich vereint, darunter wichtige Sicherheits- und Fahrerassistenztechnologien aus dem Automobilbereich, die nun auch auf Fahrrädern zum Einsatz kommen. Das Highlight unter ihnen ist ein Airbag, der das untere Gesicht vor Verletzungen schützt, ergänzt durch eine Reihe intelligenter Sicherheits-Hightech wie LIDAR-Radarsensoren, 3D-Immersive-Sound, LED-Lichtanzeigen und vieles mehr.

 

Bild: nFrontier

Mit Hilfe neuester, innovativer Produktionstechnologien, die erstmals im Fahrradhelmdesign zum Einsatz kommen, hält ein in 3D-Stricktechnik hergestelltes Innenfutter den Helm an Ort und Stelle und garantiert eine perfekte, individuelle Passform bei maximalem Komfort. Die Oberflächenbeschaffenheit der Innenschale kann mit einer doppelten Schicht aus Baumwolle auf der einen und Wolle auf der anderen Seite gestrickt werden. Je nach Jahreszeit kann sie auf einer der beiden Seiten getragen werden, um die Kontaktfläche kühler bzw. wärmer zu halten. Die 3D-gedruckte Nylonstruktur ist atmungsaktiv und so optimiert, dass sie tiefe Stöße absorbiert – und zwar auf einem viel höheren Niveau als herkömmliche Styroporhelme für den Massenmarkt. Für zusätzlichen Schutz und bessere Sicht bei schlechtem Wetter ist der Helm mit einem Visier und integrierten LED-Leuchten ausgestattet.

Das Highlight von PYLO ist jedoch der weltweit erste Face Shield Airbag, der für einen Fahrradhelm entwickelt wurde und Kieferknochen, Zähne und Augen schützt. Im Falle eines Unfalls bläst er sich von hinten auf und schützt so das Gesicht des Fahrers. Diese Neuheit übertrifft selbst die modernsten Fahrrad-Airbags, die nur schwere Verletzungen im oberen Kopfbereich verhindern und das Gehirn und den Schädel schützen. Darüber hinaus ist die Airbag-Technologie für Radfahrer nach wie vor relativ einfach und schwer um den Hals zu tragen. Aus diesem Grund lassen die Vorschriften der UCI (Union Cycliste Internationale) ihre Verwendung durch Profisportler nicht zu.

In den letzten Jahren hat sich der Fahrradmarkt weltweit stark entwickelt, was einerseits auf die Nachfrage der Verbraucher nach nachhaltiger Mobilität und körperlicher Betätigung und andererseits auf die Entscheidung der Städte zurückzuführen ist, Autos zu verbieten und die Innenstädte grüner zu gestalten. Die Beliebtheit des Fahrrads hat während der Covid-19-Pandemie aufgrund der Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln dramatisch zugenommen und das Fahrrad als effektive Alternative sowohl für die letzte Meile als auch für das Pendeln etabliert. Eine wachsende Produktpalette mit leicht zu handhabenden Fahrrädern im mittleren Preissegment und hochmodernen Hybridfahrrädern (E-Fahrrädern) hat diesen Trend noch beschleunigt. Mit der wachsenden Beliebtheit ist jedoch auch die Zahl der Unfälle gestiegen: In den USA beispielsweise ist die Zahl der vermeidbaren Todesfälle durch Radverkehrsunfälle in den letzten 10 Jahren um 44% gestiegen, von 873 im Jahr 2011 auf 1.260 im Jahr 2020.

„Um die Sicherheit von Fahrradfahrern zu erhöhen, sehen wir die dringende Notwendigkeit eines Technologietransfers aus der Automobil-, Elektronik- und Computerindustrie“, sagt Daniel Büning. „Die Verringerung der Unfallzahlen ist ein entscheidender Faktor für die Nutzung des Fahrrads als Mittel für nachhaltige Mobilität.“

Daher entwickelten die PYLO-Designer ein 360° Surround Safety System mit LIDAR als Herzstück: ein akustisches Warnsystem, das den Radfahrer vor gefährlichen Situationen im toten Winkel oder sich mit hoher Geschwindigkeit nähernden Fahrzeugen warnt. Das LIDAR arbeitet mit 3D-Sound, der den Vorteil eines 360-Grad-Scanbereichs bietet, und zeigt die genaue Position oder Richtung einer Sicherheitsbedrohung an, indem es einen direktionalen und klaren Overlay-Warnton abgibt. Die nFRONTIER-Ingenieure entschieden sich für ein audiobasiertes System, das im Vergleich zu visuellen und AR-basierten Systemen ein höheres Maß an Sicherheit für Radfahrer bietet.

 

Bild: nFrontier

Für noch mehr Sicherheit im dichten Stadtverkehr verfügt der Helm außerdem über LED-Kopf- und -Rücklichter sowie LED-Blinker, die durch einfaches doppeltes Antippen der linken oder rechten Seite des Helms während der Fahrt aktiviert werden. Gyrosensoren erkennen automatisch die Fahrmanöver des Fahrers und schalten die Bremslichter ein. Das 3D-gestrickte Innenfutter hält auch die Ohrhörer sicher an ihrem Platz, die mit einer aktiven Warn-App verbunden sind, die den Radfahrer vor einer gefährlichen Situation warnt, bevor er sich ihr nähert. Alle Helmfunktionen werden über eine Smartphone-basierte Helm-App gesteuert, die als Schnittstelle zwischen dem Radfahrer und dem Helm dient und Sicherheitsfunktionen wie das Ein- und Ausschalten der Scheinwerfer und das Anschließen der kabellosen Sound-Kopfhörer bietet.

nFrontier ist ein innovationsorientiertes Studio, das die Entwicklung und Markteinführung von Industrieprodukten beschleunigt und den Prozess schneller, erfolgreicher, digitaler und nachhaltiger macht. Das Kernstück der nFrontier-Aktivitäten ist das nFrontier EmTeCe (Emerging Technology Center), das sich auf neue Technologien stützt, von Marktkenntnissen und Pionierteams profitiert und vor allem ein proprietäres Betriebsmodell von A bis L verwendet. Das EmTeCe hat sich zum Ziel gesetzt, eine der führenden europäischen Einrichtungen für kreativ angewandte neue Technologien im Bereich Soft- und Hardware zu werden, und stützt sich dabei auf das Fachwissen, die Hightech-Ausrüstung und die Infrastruktur von Technologiepartnern wie Stratasys (Additive Fertigung), Franka Emika (taktile Robotik), Autodesk (Softwareentwicklung), Vajo (VR/XR-Produkte) und KeyShot (3D-Rendering-Software).

Mehr über nFrontier finden Sie hier.

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