Home Praxis & Maker 5 Tricks, die jeder Prusa i3 3D-Drucker Nutzer kennen sollte

5 Tricks, die jeder Prusa i3 3D-Drucker Nutzer kennen sollte

Der Prusa i3 ist ein toller 3D-Drucker, daran gibt es eigentlich keine zweifel mehr. Doch es gibt einige Tricks die jeder Nutzer kennen sollte um noch mehr aus dem 3D-Drucker herauszuholen. Wir haben die wichtigen Tricks gesucht und beschreiben sie kurz.

Linear Advance

Linear Advance ist ein Algorithmus der die Druckgeschwindigkeit und den Filamentfluss regelt. Wer bisher noch nie etwas davon gehört hat, kann auch auf unsere Anleitung zu Linear Advance zurückgreifen. Klar ist, dass man mehr Geschwindigkeit und / oder eine bessere Druckqualität durch den Einsatz von Linear Advance erreichen kann. Bevor man Linear Advance sinnvoll nutzen kann sollte der eigenen 3D-Drucker schon gut kalibriert sein, bei den Geräten von Prusa Research ist das im Regelfall kein Problem mehr. Wichtig ist, dass der eigenen 3D-Drucker die Option unterstützt (das nötige Feature heißt LIN_Advance in der Marlin Firmware). Die aktuellen 3D-Drucker von Prusa unterstützen in der aktuellen Firmware alle Linear Advance, eine Anleitung zum Firmware Upgrade haben wir auch schon gepostet. Auch die Slicer Software muss Linear Advance unterstützen, beim Prusa Slicer ist das kein Problem.

Dynamische Layerhöhen

Wie im März 2017 angekündigt wurde, das der Slic3r Prusa Edition (heute Prusa Slicer) dynamische Layerhöhen beherrscht war der Jubel groß. Durch das Feature ist es unglaublich einfach die Schichtdickten variabel an das Modell anzupassen. So lässt sich ganz allgemein die Druckdauer reduzieren und die Druckqualität erhöhen. Ein Video von Prusa erklärt wie dynamische Layerhöhen funktionieren, alternativ haben wir auch dafür einen Guide geschrieben.

3D Print with Smooth Variable Layer Height on Original Prusa i3 MK2

Nozzletausch

Vergleich mit einer herkömmlichen Nozzle

Die Nozzle (=Druckspitze) kann sich je nach eingesetztem Filament kaum bis relativ schnell abnutzen. Das liegt darin, dass das gesamte Filament unter hohem Druck und Hitze durch sie hindurch gepresst werden muss. Es gibt Filamente die sehr harte Partikel beinhalten, die wie Schleifpapier an der Druckspitze reiben und sie so nach und nach ausweiten. die Folge davon sind dann Qualitätsprobleme. Bei einigen Filamenten kann sich starke Abnutzung sogar schon nach einigen Hundert Gramm bemerkbar machen. Beim Tausch kann man direkt eine bessere Nozzle verbauen oder aber auch den Durchmesser ändern. Nachdem der Austausch der Nozzle nicht ganz einfach ist, haben wir auch dazu einen Anleitung erstellt.

Wlan Upgrade

Ständig die SD-Karte zu entfernen, um neue G-Code Dateien darauf zu laden, kann auf Dauer ganz schön nerven. Praktisch wäre es, wenn der 3D-Drucker einfach direkt sich mit dem WLAN verbinden könnte. Das geht mit Umwegen über Octoprint und ein Raspberry Pi ab dem Prusa i3 MK3. Einfach ist jedoch einfach der Einsatz einer WLAN-SD Karte, damit kann man Dateien drahtlos übertragen und die Steuerung erfolgt weiterhin direkt am 3D-Drucker (ein Mittelweg also). Auch für dieses Upgrade haben wir schon einen Anleitung erstellt, die sich auch auf zahlreiche andere 3D-Drucker umsetzen lässt.

Meshmodifier im PrusaSlicer

Eines der ersten neuen Features im neuen PrusaSlicer sind Meshmodifier. Mit ihnen kann man die Slicing Eigenschaften beeinflussen und so nette neue Effekte erzielen, die sich einer größer werdenden Beliebtheit erfreuen. So kann man etwa Top oder Bottom Layer einfach weglassen um die Infillstrukturen offen zu zeigen. Durch diesen und einige weitere Tricks lassen sich durchaus beeindruckende Effekte erzielen. Eine ausführliche Anleitung findet man im Blog von PrusaResearch oder in diesem Video:

"Modeling" with PrusaSlicer? – Modifier meshes tutorial

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