Neuer LIGHTSPEE3D Metall-3D-Drucker ist bis zu 1000 Mal schneller als vergleichbare Modelle

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Die Australische Charles Darwin University entwickelte kürzlich einen Metall-3D-Drucker namens LIGHTSPEE3D, welcher von dem additiv Fertigungsunternehmen SPEE3D realisiert wurde. Nun präsentierte die Universität die ersten mit dem neuen 3D-Drucker hergestellten Metallteile.

Für die Entwicklung sowie den Bau des LIGHTSPEE3D-3D-Drucker erhielt die Charles Darwin University einen staatlichen Zuschuss von 313.000 US-Dollar – und dies zurecht. Denn dieser Metall-3D-Drucker ist der weltweit erste seiner Art und druckt angeblich 100 bis 1000 Mal schneller als vergleichbare Metall-Drucker.

Nachdem der LIGHTSPEE3D fertiggestellt wurde, können nun schon die ersten 3D-gedruckten Metallteile präsentiert werden. Die erste 3D-gedruckte Metall-Charge der Universität besteht unter anderem aus einigen Aluminium- sowie Kupferteilen.

Neben der unglaublichen Geschwindigkeit dieser Innovation hat der LIGHTSPEE3D laut Mitbegründer und chief technology officer von SPEE3D Steven Camilleri noch viele weitere Vorzüge.

„Instead of using a laser and heat to melt the metal powder and form the metal part – a very expensive and slow process – we use a rocket engine and remove metal powders at extremely high speed.“

Mit einer Geschwindigkeit von knapp einem Kilometer pro Sekunde sowie einer Umgebungshitze von 400° Celsius schießt das Raketentriebwerk Metallpulver zu einer Metallplatte, welche an einem Roboterarm befestigt ist. Dier Roboterarm formt schlussendlich das gewünschte Objekt.

“They splat on impact—that’s actually the industry term, splat—and they expand very suddenly and weld on because of the heat generated under those circumstances,” kommentiert Camilleri.

Nach jahrelangem Perfektionieren dieser Technologie ist der Mitbegründer mehr als glücklich, diese nun endlich in vollem Einsatz betrachten zu können. Trotz seiner Bemühungen ist Camilleri doch ein wenig erstaunt, wie der 3D-Drucker mit einer Aufbaufläche von 300 x 300 x 300 mm arbeitet.

In nur 12 Minuten gelang es Ingenieuren der Darwin University ein Kupfer-Schwungrad mit dem LIGHTSPEE3D zu drucken. Diese Geschwindigkeit in Kombination mit einem Kostenanteil von nur 3,60 US-Dollar lässt Beteiligte zurecht glauben, dass der Darwin University Metall-3D-Drucker bald im Zentrum der additiven Fertigung stehen könnte.

“It’ll bring innovation to Darwin and make it a leading partner in advanced manufacturing,” commented director of Darwin’s Advanced Manufacturing Alliance Rebecca Murray.