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Volkswagen Werkzeugbau eröffnet 3D-Druck-Zentrum

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Der Werkzeugbau der Marke Volkswagen eröffnet in Wolfsburg ein neues 3D-Druck-Zentrum. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, dass Volkswagen zukünftig auch die additive Fertigung von komplexen Fahrzeugteilen einsetzen kann. Mit dem neuen 3D-Druck-Zentrum wird auch ein Kernpunkt des 2016 geschaffenen Zukunftspaktes umgesetzt. So wird die Fertigungskompetenzen mit Fördermitteln aus dem Innovationsfonds II weiter ausgebaut.

Im 3D-Druck-Zentrum wird neben Selective Laser Melting-Verfahren (SLM) auf das „Binder Jetting“-Verfahren gesetzt. Dies wurde mit Hilfe einer Kooperation mit dem US-Hersteller HP entwickelt. Schon im September wurde berichtet, dass VW auf das neue Metalldruck-Verfahren „HP Metal Jet“ von HP setzt.

Die „Binder Jetting“-Geräte machen den metallischen 3D-Druck nicht nur deutlich einfacher, sondern auch schneller. Künftig können damit auch Fahrzeugteile für die Serienfertigung hergestellt werden.

Das neue Zentrum hat eine Geschäftsfläche von 3100 Quadratmeter. In dem 3D-Druck-Zentrum werden Werkzeugbauer, Planer und Forscher bei der Entwicklung von neuen Produkten und Prozessen eng zusammenarbeiten. Im Rahmen dieses Zukunftspakts entstand mit der Additiven Fertigung zugleich eine eigene Unterabteilung mit elf Zukunftsarbeitsplätzen.

Neue Technologie für das VW 3D-Druck-Zentrum

Bislang wurde im Volkswagen Konzern im Metallischen 3D-Druck hauptsächlich mit dem SLM-Verfahren gearbeitet. Hierbei wird der zu verarbeitende Werkstoff, beispielsweise Stahl, als feines Pulver in einer dünnen Schicht auf die Grundplatte aufgebracht. Ein Laserstrahl schmilzt das Pulver an den Stellen auf, an dem das Bauteil entstehen soll. Das geschmolzene Pulver erstarrt und bildet eine feste Materialschicht. Mit den neuen, zusätzlichen Anlagen sind im Werkzeugbau nun auch weitere 3D-Druckverfahren wie Binder Jetting möglich. Bei diesem additiven Verfahren werden Bauteile mithilfe eines Metallpulvers und Bindemittels (Binder) schichtweise hergestellt. Das so entstandene Bauteil wird anschließend im sogenannten Sinterprozess zu einem metallischen Teil „gebacken“. Künftig werden die unterschiedlichen Verfahren ihr spezifisches Einsatzgebiet haben und sich so optimal ergänzen.

Der Artikel basiert auf eine Pressemitteilung von VW

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