Olaf Diegal Designs 3D-druckt Schädel-förmiges Mikrofon „Skeletor“

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Der schwedische Professor der Lund University für die Entwicklung, Konstruktion und Herstellung 3D-gedruckter Musikinstrumente Olaf Diegal erschuf ein Schädel-förmiges Mikrofon, genannt Skeletor, anhand von 3D-Druck als Teil seines „Olaf Diegal Designs“-Projektes. 

Olaf Diegal ist vor allem für seine wachsende Kollektion an 3D-gedruckten Gitarren bekannt, welche mit der 3D-Technologie Selective Laser Sintering (SLS) hergestellt werden. Die Meisten seiner Kreationen zeichnen sich durch „heavy metal flair“ aus. So auch eine von Diegals beliebtesten 3D-gedruckten Gitarren, „the Spider“. Dieses Gitarren-Design in Kombination mit dem Ratschlag eines Bekannten bewegte Diegal zu der Entscheidung, ein Schädel-förmiges Mikrofon zu erschaffen.

„Ich war auf der Suche nach etwas Coolem, um ein gutes Additiv-Fertigungs-Demonstrationsstück zu entwerfen, und [3D-Druckveteran] Terry Wohlers schlug mir vor, ein ungewöhnliches Mikrofon zu entwerfen“, schreibt Diegel auf seiner Website.

Der Professor arbeitet stetig daran, seinen Herstellungsprozess zu verbessern. Seine neueste Kreation, das Skeletor, wurde komplett mit der SolidworksSoftware entworfen. Dies erachtet Olaf Diegal als wichtig, um die Möglichkeit, „organische“ Formen mit technischer CAD-Software zu entwerfen, zu demonstrieren.

Der erste Prototyp wurde auf dem selektiven Laserintersystem EOS Formiga aus Nylonpulver und einer Schichtdicke von 0,1 mm gedruckt. Diegal machte sich ein altes, herumliegendes Mikrofon, das Sure Sm58, für die erste Iteration des Skeletor zu Nutze. Diesem entnahm er die Mikrofonkapsel sowie den XLR-Anschluss.

„Natürlich ist die Schönheit der additiven Fertigung, dass es sehr einfach ist, das innere Befestigungssystem an fast jede Mikrofonkapsel anzupassen, ohne dass es etwas mehr kostet“, fügt Diegal hinzu.

Zunächst sollte das Skeletor aus Aluminium mit einer porösen Gitterstruktur für den Rückkenteil 3D-gedruckt werden. Olaf Diegal war von der Nylon-Version jedoch begeistert, sodass er sich dazu entschloss den Prototypen so beizubehalten und eine weitere „Deluxe“-Version aus Aluminium zu erschaffen.