Dank neuer 3D-Modellierungs-Software „Osto3D“ wurde Ohr-Implantat in Rekordzeit realisiert

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Im vergangenen Monat erhielt eine 32-jährige indische Frau ein prothetisches Ohrimplantat, welches Dank 3D-Modellierungssoftware sowie 3D-Drucktechnik in nur einer Woche realisiert werden konnte. Dieses Unterfangen wurde vom indischen Collage of Engeneering (CoEP) in Pune und dem Armed Forces Medical Collage (AFMC) ermöglicht.

Modelliert wurde das Ohrimplantat mit einer „First-of-ist-Art“-Software, genannt Osto3D, für dessen Entwicklung das CoEP-Team, zu welchem unter anderem die Professoren Vikas Chougule und Arati Mulay gehören, verantwortlich war.

Durch die Software Osto3D war es den Ärzten des AFMC in kurzer Zeit möglich, ein 3D-Ohrimplantat zu modellieren. Auf Basis eines CT-Scans des rechten Ohrs der Patientin konnten die Ärzte ein 3D-Modell des linken Ohrs anhand einer Spiegelfunktion von Osto3D präzise modellieren. Nachdem dies geschehen war, wurde das 3D-Ohrimplantat in nur einer Woche mithilfe von 3D-Drucktechnoloigen realisiert. Hier ist besonders die schnelle Produktionszeit zu beachten, da der 3D-Druck einer solchen Prothese im Normalfall bis zu einem Monat beträgt.

Collage of Engeneering (CoEP) in Pune

„Dieses modellierte rechte Ohr wurde durch die Verwendung von fortschrittlicher CAD-Technik auf die linke Seite gespiegelt, und die untere Unterstützung wurde von CT-Daten modelliert,“ erzählt Professor Chougule. „Diese seitlichen Orientierungspunkte wurden der Spiegelung des rechten Ohrmodells hinzugefügt, um das linke Ohrmodell zu bauen.“

Die Modellierung der 3D-Prothese nahm nur eine halbe Stunde in Anspruch. Nach der Fertigstellung der 3D-Prothese wurde diese als STL-Datei exportiert und in der hauseigenen RepFab 3D-Druckerei in nur einer Woche 3D-gedruckt.

Armed Forces Medical Collage (AFM)

Die von CoEP entwickelte Modellierungssoftware Osto3D wurde benutzerfreundlich gestaltet, sodass ebenso Interessierte ohne CAD-Vorwissen CT-Scandaten in 3D-Modelle umwandeln können. Dies geschieht durch die Umwandlung des CT-Scans in Point Cloud-Daten, welche in weiterer Folge mit CAD-Prozessen „mit einer glatten und genauen Oberfläche“ ausgestattet sind.

„Ich bin sehr glücklich, nachdem das Ohr repariert wurde,“ sagt die Patientin. „Die AFMC-Ärzte haben einen tollen Job gemacht und das genaue Aussehen meines Ohres repliziert. Niemand kann herausfinden, dass es ein künstliches Ohr ist. Ich möchte den Ärzten und dem CoEP-Team danken, dass er mir eine neue Chance des Lebens gegeben hat. „