Metall-3D-Druck am schnellsten wachsendes Segment der Additiven Fertigung

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Laut einem Bericht des Martforschungsunternehmens IDTechEx ist Metall-3D-Druck das am schnellsten wachsende Segment im Bereich der Additiven Fertigung, mit 48% Umsatzwachstum bei Geräten und 32% bei Materialien.

Während Kunststoff vor allem im Bereich Prototyping und dem Bildungswesen Anwendung findest, ermöglicht die Additive Fertigung von Metall die Produktion von Komponenten für verschiedenste Branchen. Aufgrund der derzeitigen Einschränkungen von Bauraumgröße, Geschwindigkeit und Kosten, waren Branchen mit geringem Produktionsvolumen, darunter die Raum- und Luftfahrt und der biomedizinische Bereich, unter den Vorreiten im Einsatz von Metall-3D-Druck. GE Aviation investiert derzeit $ 3.5 Milliarden in eine neue Produktionsstätte mit EOS 3D-Druckern, um bis 2020 rund 100,000 additive gefertigte Einspritzdüsen herstellen zu können. Mit Arcam 3D-Druckern basierend auf EBM-Technologie sollen bislang bereits 50,000 orthopädische Implantate hergestellt worden sein. Beide Industrien greifen auf Titan-Legierungen als Druckmaterialien zurück, die 31% des Marktvolumens darstellen. Die Raum- und Luftfahrt investiert außerdem stark in Cobalt-, Nickel- und Aluminium-Legierungen. Die Schmuckindustrie hingegen setzt im Bereich 3D-Druck hauptsächlich auf Wertmetalle wie Gold.

Die Additive Fertigung von Metall hat aber auch in weiteren Branchen wie der Automobilindustrie sowie der Medizin und Zahnmedizin Einzug gehalten. Im folgenden eine graphische Darstellung zu der Aufteilung von installierten Metall-3D-Druckern nach Branche:

idtechex_metal_3d_printing_report

Während Zahnärzte und -techniker die Vorteile der Technologie erkannt haben, setzen auch große Unternehmen wie Siemens bei der Produktionen von Teilen für ihre Gasturbinen darauf. Die NASA beispielsweise möchte zukünftige sogar 80 bis 100% ihrer Raketentriebwerke drucken.

Der komplette Report ist über IDTechEx erhältlich.