Wacker Silicones entwickelt Technologie zum Drucken von Silicon!

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Im zweiten Quartalsbericht 2015 berichtet der Chemie Gigant von einem Durchbruch in der Verarbeitung von Silicon.

Anders als bis jetzt verwendete Materialien in Bereich des Additive Manufacturing schmilzt Silicon nicht bei zugeführter Hitze. Sei es wie bei SLS, durch einen Laser oder bei FDM mittels Heizdüse.

Den Forschern ist es gemeinsam mit Ingenieuren der Firma enders Ingenieure GmbH gelungen ein Silicon zu entwickeln welches in seiner flüssigen Form nicht gleich zerrinnt und sich trotzdem mit UV-Licht, ultravioletten Lichtwellen, vulkanisieren lässt. So verfestigt sich das durchsichtige Silicon zu einer festen homogenen Masse.

Dieses Silicon wird tröpfchenweise auf das Druckbett aufgetragen. Die Ingenieure von Wacker konnten dabei jedoch auf keine vorhandene Hard- oder Software zurückgreifen. Das feine „Portionieren“ und das Auftragen des Materials in kleinen Tropfen erforderte die Entwicklung eines eigenen Roboters bzw. 3D Druckers.

Als Anwendungsgebiete der additiven Fertigung werden auch bei Wacker viele personalisierte Lösungen gesichtet. Bis jetzt konnte Silicon nur mittels Spritzguss gut verarbeitet werden. Die Technologie rechnet sich aber nur bei dementsprechend höheren Stückzahlen. In dem Quartalsbericht ist die Rede von verschiedenen medizinischen Anwendungen aber auch von Dingen aus dem Alltag, wie personalisierte Kuchenformen oder für Brillenträger Nasenpolster „die wirklich passen“.

Mit diesem Schritte will Wacker auch als Anbieter von Komplettlösungen in diesem Bereich auftreten. Und seinen Kunden ein Gerät zur Verarbeitung es ursprünglichen Produkts, Materialien wie Silicon, bieten.

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